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Legenda aurea, deutsch
Seite
CLXXXIv
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Von ſant

ſprach zu dē volck. Dyſe wunder ſind geſchehen von des ſundigen brieſter wegen der neulich tod iſt. wann er iſt nit wirdig dz er bey andern criſten menſchē ligen ſol in eine geweychten kirchoff vnd an geweychten ſteten. vnd iſtauch allen menſchen zu einē ebenbild geſchehen das ſye ſich deſter baß vor ſunden huͤten.vnd ſprach. ir ſollet den brieſter wider außgraben. vnd ſollet ſeinen leychnā verbrennē. wan̄er iſt ewigklichen verloren. vnd thut ir das nitſo muſt ir das leyden all zeyt haben. vn̄ damitverſchwād ſant Ieronymus. da ward dz volckgar fro. vnd danckten gott vnnd ſant Ieronymo der genaden. da kamen ſie auß irem leydevnd erten den lieben herren ſant Ieronymummit groſſem vleyß. In der ſelben ſtat Candia da was gar einſchoͤner iungling der hieß Tytus vn̄ wz edelvnd reich vnd erber vnd tugentlichen. der hettſant Ieronymū fur all heyligen lieb. dz er anders nit mocht gedencken dan̄ das er meyneter wolt keuſch beleyben biß an ſein end. vnndda er zu zweyntzig iarē kam. da gewan er alsvnordenliche lieb dz er anders nit gedenckenmocht dann auff weybes lieb. vnd an dye liebdy er zu ſant Ieronymo hett ließ er von tag zutag ab vn̄ auch von goͤtlicher lieb. Da vergaßſant Ieronymus ſein mit ſeinen genaden. vndda er die frawen ein gantz iar lieb hett gehabet die man im zu der ee gab. Da reytzet derboͤß veind ſeinen bruder zu ſeiner frawen daser groſſe lieb zu ir gewan. vn̄ trachtet offt wieer bey ir moͤcht ſchlaffen. vnnd vberredet dyefrawen das ſye in groß ſundt mit im viel dasmercket ein diern in dem hauß vnnd ſaget esirem man̄. da was im gar leyd. vnd gedacht imwie er der lieb gentzlichen an ein ende mochtkummen vnd ſprach. Ich wil außreyten. vn̄ geſegnet ſie vn̄ verbarg ſich heymlich in der ſtatvnd zu mitter nacht ließ in die meyd heymlichin ſein hauß. Da gieng er zu d̓ kammer da ſeinfraw bey ſeinē bruder in ſundē lag. vn̄ ſprachthu auff. da erſchracken ſy gar ſere. vn̄ dorſtēvor forchten nit auff ſteen. da ward er als zornig das er die tuͤr auff brach. vnnd nam ſeinſchwert vnd toͤttet ſein frawē. da het ſich ſeinbruder vnder das bett behalten den ertoͤtteter auch. Da wurdē im ſein freund vn̄ d̓ frawēfreund veind vmb den mordt den er begangēhet. dalam erzu noͤdem endrandern vnd

ward ir geſelle. vnd moͤrdet vn̄ raubet alle diedy er ankam. doch ließ er nicht er beualhe ſichalle tag dem lieben herren ſant Ieronymo. vn̄thet im alle tag etwas gutz zu eren. Vnnd daer zehen iar gelebt het in den ſunden. da woltin ſant Ieronymus ſein dienſt nit verliren laſſen. wann er leſt ſein diener nit vngetroͤſt. Alſo thet er auch dē. vn̄ erſcheyn im ais ein kauffman. vnd da in Tytus erſahe. da rufft er allenſeinen geſellen zu im die kamen. Da begreyffin Tytus vnd ſprach zu ſeinen geſellen dz ſiein hieltē biß er in erſtech. vn̄ zoch ſein ſchwertauß vnd wolt in ertoͤtten. Da ſprach ſant Ieronymus. Lieber Iungling ich bit dich durchſant Ieronymus ere den du lieb haſt. das dumir erlaubeſt dz ich etwas heymlichs mit dirrede. vnd thu darnach alles darzu das du willen haſt. Da ſprach Tytus. durch des heyligēwillen wil ich dich leben laſſen vnd erlaub dirdas du redeſt was du wilt. ich wil aber ye deingut habē. Da ſprach ſant Ieronymus. ich binder den du lieb haſt. vnd bin darūb zu dir kummen dz ich dir von den ſundē wil helffen vmbden dienſt den du mir gethan haſt. dauon laßdich dein ſund rewen. vnd fuͤrcht dir nit meynlieber ſun. wann ich hab gott all zeyt fur dichgebeten das er mit ſeiner gerechtigkeit dichrmb dein groß ſund nicht verderbe. Darumbhab groſſe rew vber dein ſund. vnd buͤß ſy vn̄beſſer dich. vnd hut dich furbaß vor ſundē. od̓ich behuͤt dich nicht mere. damit verſchwaudter. Da erſchrack Tytus als ſere das er nyderauff die erden viel. vnd all zuhand ward̓ er vn̄alle ſein geſellen mit dē heyligen geyſt als volkunnenlichen vnd genedigklichen erfullet dzſie einen gantzen guten furſatz gewunnen allir ſund zu laſſen. vnd viengen ein ſeliges lebenan vnnd giengen nit einander zu eine wildenwalde. vnd darinnen buſten ſie ir ſund vn̄ ſturben ſeliglichen.Es was ein iunger geyſtlicher Munich ineinē cloſter d̓ was gar tugentlichen vn̄ gutervnd weyßer red vnd vernufftiger lere. vnd wzordenlich. vn̄ het groſſen vleyß wy er ſein reynigkeit wol behuͤttet. vnd hett den lieben heyligē ſant Ieronymū gar lieb vn̄ dienet im mitvleyß. vnnd betet ſtetigklichen mit groſſer andacht. od̓ er laß die heyligē geſchrifft. vnd hetals groſſe liebe zu reynē keuſchē leben das imwiderwas wen̄ er ein frawen fahe. vnd wz in