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Legenda aurea, deutsch
Seite
CLXXXIIr
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geronerſca

CCXX X li.

als veind dz er nicht an ſy mocht gedenckē. vn̄belyb all zeyt in dē cloſter das in darauß nyemant mocht bringē von groſſem vleyß den erzu ſeiner reynigkeit het. das neyde d̓ boͤgeyſtvn̄ mocht ſein heyligkeit nit geleyde vn̄ ſeinengute furſatz. vnd facht in dē tag vnd nacht anmit boͤßen gedencken vnd boͤßen bekorungenzwen monat nach einand̓ on vnderlaß. da empfalh er ſich all zeyt ſant Ieronymo in ſein huͦte mit andechtigē hertzē. vnd mit gebete. vndmit vaſten. vn̄ vberwand den boͤßen veind allezeyt mit d̓ hilff des almechtigē gottes vn̄ deslieben herren ſant Ieronymi. Darnach hub d̓veind aber an eine andern liſt mit im wie er inzu ſunden moͤcht bringen. Nun het d̓ municheinen vater d̓ ward als ſiech dz man meynt erwolt ſterben. Da ſendet er nach ſeinē ſun. vndbat ſeinen meyſter dz er ſeinē ſun erlaubte dzer zu im koͤm. vn̄ ſprach er muͤſt ſterben ſolt erin mit ſehen. Da erſchrack er gar ſer. vn̄ forchtſein hertz wurd vermeyliget von d̓ frawen angeſiht. vn̄ meynet er wolt lieber wid̓ ſeinen vafeter in dē cloſter ſein dan̄ das er in ſchadē koͤmſeiner ſele. Da baten in die bruͤder all dz er zuſeinē vater koͤm vn̄ muͦſt es thun vō gehorſamſeines oberſtē. Da kam er in ſeins vater hauß.vnd was darinnen biß an den dritten tag mitgar groſſer verdroſſenheit. vnd beduncket inein hertte gefencknuß. Nun het er ein ſchoneſchweſter in dē hauß dy ſah er an. vnd griff iran ir hende. da entzundet d̓ boß geyſt zuhandſein hertz mit falſcher lieb gegen ſeiner ſchweſter mit boßen vnkeuſchen gedencken das ergentzlichē meynt er wolt mit ſeiner ſchweſterſunden mocht er heymlich zu ir kummen. dochdorſt er irs nit geſagē. da mocht er im andersnit gedencken dan̄ nur allein wy er ſein ſchweſter zu ſundē brecht. vn̄ gedacht nit mer in ſeincloſter. In d̓ friſt ward ſein vater geſundt. datrachtet d̓ munich tag vn̄ nacht wie er lang indem hauß belyb vn̄ nit in dz cloſter kome. vndwas drey monat darinne. Da namen die munich wund̓ das er als lang in dē hauß was vn̄ſeinen vater auch. wan̄ ſie weſten ſeinē boßenwillen nit. vn̄ kame zwen munich von ſeinē cloſter vnd furten in heym dz was im vil leyd̓ dzer in das cloſter muſt den̄ da er darauß giengvnd wz mit dē leyb in dē cloſter aber ſein hertzkam nye von ſeiner ſchweſter. vnd was er ſangoder laß ſo gedacht er im wy er ſein ſchweſter

zu ſunden mocht bringen vn̄ ſenet ſich als ſernach ir das er abnam an leyb vnd an leben. vn̄da er nun alſo in dem vnmut wz da ryet im derveind er ſolt ſein geyſtlich gewand vō im legēvn̄ ſolt zu d̓ mitternacht heymlich in ſeines vaters hauß kummen. vnnd ſolt den gantzen tagvnder ſeiner ſchweſter bett ligen heymlich. vn̄wen̄ ſie entſchlieff ſo ſolt er ſich zu ir legen. vn̄ſolt ſeinē willen mit ir haben. vn̄ d̓ torecht rattgeuiel im wol. vn̄ an d̓ nechſten nacht da nā erdes cloſters ſchluſſel. vnnd gieng die gantzennacht von einer ſtat zu d̓ andern vn̄ kund descloſters tor nye finden. dz treyb er vier wochēalle nacht. das nam in groß wunder. vn̄ ſuchetdy tuͤr des andern nachtes aber. da kund er irnicht finden. vnd ward ye von dē lieben herreſant Ieronymo gehindert vn̄ verirret dz er esnicht verbringen mocht. wan̄ er het ein tafelnin ſeiner zellen daran was des lieben herrenſant Ieronymus bilde gar ſchon gemalet. Daknyet er fuͤr alle tag. vnd ſprach da ſein gebet.vn̄ beualhe ſich im mit groſſer andacht. dauonbehuttet er in alle zeyt vor ſunden vnnd weltlichen ſchanden. Darnach kam ſant Ieronymus zu einē guten munich in dē ſelben cloſterin dē ſchlaff. vn̄ ſagt im was der iung munichwillen het. vn̄ wy er all nacht in dē cloſter vmbgieng vn̄ ſprach. Ich hab in vmb ſein andechtigen dienſt behuͤt vor ſunden vn̄ vor ſchandē.wil er aber ſeinen boßen furſatz nit laſſen ſowil ich ſein furbaß nit mer hutten ſo velt er yein groß ſund vnd ſchand dz ſag im. damt verſchwant ſant Ieronymus. vn̄ des morgens ſaget der alt munich dē iungen wz im ſant Icronymus emboten het. dz thet dē iungen munichgar zoren. vn̄ ſchwur groß eyd es wer nit war.vn̄ ſprach es wer nur ein gelogner traum. Daſchweyg d̓ alt munich vn̄ gieng von im. da wzd̓ iung muuich zornig vn̄ wolt ſant Ieronymibild nit mer eren darūb dz er in ſeines boßenſundigē fuͤrſatz furbas nit mer irret. dy nechſten nacht darnach na er die ſchluſſel vn̄ giegauß dem cloſter in weltlichē gewād vn̄ kam inſeines vaters hauß in dy kamer da ſein ſchweſter in̄ ſchlieff. vn̄ ſchweyg vnd lag da biß ſeinſchweſter entſchlieff. vn̄ zoch ſich nackend abvnd leget ſich zu ir an das bett. Da erwachetſy vn̄ erſchrack gar ſer das ein man bey ir lag.vn̄ ſchrey laut. da kam ir vater vn̄ ir muter vndals it haußgeſind end da ſy ten ſin ſchen da