Bonffaſt
vnd verkaufft vn̄ kaufft in des kuniges geſinde von Perſia vnd brachtē in von ſeiner groſſen ſchoͤn wegen an des kkuniges hoff. vn̄ muſtſein diener ſein. des ward er ſer betrubt vnnddienet im ein gantz iar mit groſſem leyd. Vndda ſein nun ein iar was. da ſtund er vor dē kunig. vnd dienet im vnd weynet darumb das ergefangen was vnd nit bey ſeinē freundē ſoltſein. Da fraget in der kunig warumb er weynet. Vnd da er hoͤret dz er darumb weynet dzer ſein gefangner was das thet im gar zoren.vnd hieß in auff ein feſten legen. vnd beualchetlichen rittern das ſie ſein fleyſſigklichen huͤten das er in nicht entrunne. das theten ſie mitvleyß. Da ward er gar ſere betrubt. vnd klagetvnd weynet. Da erſcheyn im ſant Ieronymusin der nacht in dem ſchlaff. vn̄ begrieff in beydem har. vnd furt in in ſein hauß zu Ieruſalē.vnd da er des morgēs erwachet da wolt er wenen er wer noch in des kuniges feſten. vn̄ ſeinritter hutten ſein. vn̄ ſah auff. da ſah er wol dzer in ſeiner herberg was. da wz er gar fro. vn̄nam in wunder das im alſo geſchehen wz. vn̄ruffet dem geſinde vnd ſaget in wy im geſchehen wer. Da wurden ſye gar fro vnd dancktengot vnd ſant Ieronymo des groſſen gutz daser im gethan het.¶ Es was gar ein ſchoͤne fraw in einem cloſter die het ſant Ieronymū ſunderlichen lieb.vnd dienet im mit vleyß. vnd was eins heyligēlebens. vnd dienet got mit andacht. mit ſingenvn̄ mit leſen. vn̄ wz ſtetiglich in irr zell. vn̄ iamnit herauß ſy moͤcht ſein dan̄ nicht emberē vōir nottdurfft. Des neydet ſy d̓ boͤß veind vmbir heyliges leben. vnd trug ir haß. vnd ſchuͦffdas ir ein ſchoͤner iungling hold ward. vnd dzer als ſer in der lieb entzundet ward dz er wider tag noch nacht nit anders gedēckē mochtdann wie er zu ir kummen moͤcht. vn̄ gieng alsein vnſinniger. vnd mocht kein rue nit gehabē.vnd wz ſer betrubt das er ſy nit gehabē mochtvn̄ gedacht im offt er wolt ſich vor leyd ertrencken. vnd dy boͤß torheit der lieb nam an im vōtag zu tag in boͤßen ſundigen gedencken zu dzdorſt er der heyligen iunckfrawen nicht ſagenvnd fand einen boͤßen fund. vnd kam zu einēzaubrer der die veind beſchweren kund. vn̄ gelobt im vil gutz vnd batt in vleyſſigklichen dzer im zu hilff koͤme auff das. das im die iunckfraw wurde. Da beſchwrur der zaubrer einen
veind mit ſeiner kunſt. vnd gebot im das er inder nacht zu der iunckfrawen koͤm vnd ſy darzu reytzet. vnd brecht das ſy den iungling liebgewunne. Da kam er zu der iunkfrawen zell.Nun was des lieben herren ſant Ieronymusbild auff der zellen tuͤr gemalet. vn̄ da d̓ veinddas bilde nur anſah da mocht er mit nichte indy zellen kummen. Wann es foͤrchten all boͤßgeyſt ſein bild gar ſere. vnd mugen es nicht angeſehen noch in keynerweyß da beleyben. vndwenn man ſant Ieronymus bilde einē behafften menſchen zeyget ſo muͤſt der veind zehandentrinnen. alſo geſchach auch dem veind. vnndda er ſeines meyſters gebot nicht mocht volbringen. Da kam er zu dem meyſter vnd ſagetim das er in̄ der iunckfrawen zellen nit moͤchtkummen. Darumb das des lieben herren ſantIeronymus bilde darauff gemalet ſtunde. daſpottet ſein der zaubrer. vnd thet im gar zorendarumb. vnd rufft einem andern boͤßen geyſſvnd gebot im das er bald zu der iunckfrawenfure. vnnd ſie mit vleyß vnnd mit lyſte betruͤgevnnd ſy zu dem iungling reytzte. Da kam derveind auch zu der zellen. vn̄ wz wol ein gantzeſtund daruor das er nye keyn liſt kund vindendas er hinein koͤme. das rach der heylig ſantIeronymus an im. vn̄ bandt in mit fewrin ketten gar ſchwerlich. da ward er gar iemerlichēſchreyen. Erwirdiger Ieronyme iſt es an deinē genaden ſo laß mich von hinnen farē ſo golob ich dir das ich nicht mer herwider kummewil. Vnd da der veind alſo greulichen ſchrey.da erſchrack die iunckfraw gar ſere an irē gebetē. da het ſy geren gewiſt was das geweſenwere. da ſchrey der veind on vnderlaß biß dzdie iunckfrawen alle in dem cloſter erwachtenvnd forchten ſich gar ſere vnd lieffen zud̓ ſelben zelle. Da trug man des heyligen creutzeszeychen vor in. vnd da ſie innen wurden dz esder boͤß geyſt was. Da beſchwuren ſye in beygot dem almechtigen das er in ſaget was daſein geſchefft were. Da ſaget er in wie in ſeynmeyſter zu der iunckfrawen geſandt het dz erſy betriegen ſolt vn̄ ſy zu dem iungling reytzēſolt. Vnnd claget das den iunckfrawen allenmit gkoſſem geſchrey das groß leyden das imder heylig herr vnd lerer ſant Ieronymus gethan hett. vnd in mit fewrin ketten gebundenhett vnnd bat ſye das ſye den heyligen herrenſant Ieronymū beten dz er in ledig ließ durch