Anmerkungen.
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von Pest 2. März, erschien in der Wr. Ztg. Nr. 57 vom 8. S. 674 s. oben S. 213 f.und ist von da in fast alle österreichische» Zeitungen übergcgangcn . . . Betreffend diedamalige Stimmung der Süd-Slave» über Jelaöiü und Rajaoiä s. eine MitroviccrCorrcspondenz vom 1. März i» der Agramer Südsl. Ztg.: dem Mitroviccr Brigadiersei eine Staffele zugckommeu, mittelst welcher der Bau den Patriarchen ersucht in derserbischen Militair-Gränze die deutsche Sprache wieder einzusühren; der Banns, fügteder Berichterstatter bei, müße in höherem Aufträge so handeln, aber der Patriarchwerde hoffentlich nicht Folge leisten: „Die erste Folge davon wäre daß die Grüuzcr desserbischen Armee-Corps nach Hause gehen und die kaiserlichen Truppen sitzen lassenwürde»; von anderem was geschehen könnte wollen wir gar nicht reden." — Hiehergehört auch eine Acnßernng der „Slav. C.-Bl." dir. 78 S. 311: „Die Generale Jc-laoiü Weiden und Pnchucr sind zu Feldzeugmeistern ernannt worden. Abermals eineeigenthnmlichc Zusammenstellung Jelaöiö' mit andern Generalen!"
251) S. 387. Bgl. Springer II S. 684 f.: „Daß auch im Wesen und in derSache Oesterreich von nun an nur eine» einzigen politischen Mittelpunkt in Wienhaben werde bewies die ausgedehnte Macht welche das Reichs-Ministerium gewann . . .Alle Erfindungen der Particularisten und Föderalisten, dem Bolkshause in einemStaatcnhause ein Gegengewicht zu schaffen, in der Bildung wenigstens der ober» Kammerdie Rechte der einzelnen Provinzen und Rationalitäten zu wahren waren beseitigt, wiein dem strengsten Einheitsstaate Land und Volk nivellirt. . ." Slav. C.-Bl. Nr. 70vom 11. März S. 279: „Der Pole, der Italiener, der Deutsche, der Maghar solle»als selbständige Nationen berücksichtigt werden, nur der Böhme soll als Deutscher Lands-knecht' zufrieden damit sein daß man ihn mit dem Worte Gleichberechtigung abtrumpst.Hättet ihr Weltbeglücker Böhmens Kronländer freigcgeben, das seit Ferdinand II. be-stehende Unrecht gut gemacht, euere Freiheit wie die unsere stünde jetzt anders, dieFöderation wäre Wahrheit. Oesterreichs Fortbestand als europäisches Bedürfnis würdehiedurch keinen Eintrag erlitten haben, euer Deutschland wäre um kein Land ärmer— denn Böhmen gehörte nie dahin! — aber ihr wäret um ein Bollwerk reicher ge-worden und unserer Gesammt-Monarchic hätte man keine rothe» Krebse aufgetischt"(womit ohne Zweifel die alten Landstände in ihren rothe» Uniformen gemeint waren). . . klär, ldlov. Nr. 63 vom 15. S- 250 2 Rreneansllö stoliei: „Wir erwarteteneine föderative Gestaltung des Reiches, selbständige Einrichtung der verschiedene» Na-tionalitäten mit einem gemeinsamen Ministerium, gemeinsamen Reichstage, wir erwar-teten Gleichberechtigung in Ungarn und daher Befreiung der Slovakcn von dem Jocheder Magyaren, Trennung von Ungarn und Einsetzung eines slovakischen Rathcs . . ."Slav. C.-Bl. Nr. 79 vom 20. S. 315 f. Laibach 16. März: „Also kein Slovcnienmehr, sondern wieder Kram!" Vorhin seien die Slovenen unter drei Gubernicn ver-theilt gewesen, jetzt würden sie es unter vier sein. Also darum hätten die slovenischenRegimenter Hohenlohe Kinsk/ Prinz Leopold, zum Theil Prochazka, das 9. Jäger-Bataillon, die Boyenburg-Dragoner auf den Schlachtfeldern Italiens geblutet?! Alsvon Grätz ans der Ausruf an die slovenischen Steyrer gekommen den Wienern bewaff-nete Hilfe zu bringen, hätten diese sich der Aufforderung widersetzt, und dafür nunsei dies der Dank?! rc. Die Agramer Ztg. vom 26. März fand die Ursache der Un-zufriedenheit mit der Verfassung in der dadurch „ausgesprochenen Zersplitterung desSüd-Slaventhnms in einzelne Kronländer. Die Süd-Slaven hofften die Größe undZukunft Oesterreichs werde auf die Einheit des Süd-Slaventhnms gebaut werden,und nun gewahren sie die Vertheilung ihrer Nationalität auf folgende Kronländer:Steiermark Kärnten Kram Görz Gradisca Istrien Triest Dalmatien Kroatien und