524
Anmerkungen.
Slavonicn mit dein kroatischen Küstenland und Fiume, Ungarn mit der Mnr-Jnselund der Woiwodschaft, die Militair-Gränzgebiete". Andere süd-slavischc Stimmen ansdein „Vjestnik", aus dem „Napredak" s. Kappe r's Serbische Bewegung S. 259—263.
252) S. 388. Die süd-slavischcn Blätter äußerten ein besonderes Misfallcn überdie Bcthcilignng Knlmer's an dem Werke der Octroyirnng. So schrieb der „81a-venski ÜNA- 10. März: „Wie hat Baron Kulmer als Kroat seinen Name» unter eineUrkunde setzen können deren Geltung auch bei uns anerkannt werden soll die wir umserc besondere Verfassung bereits haben? eine Urkunde welche die Militair-Gränze vonuns trennt und sie schwereren Fesseln überantwortet als sie bisher hatte tragen inüßen?eine Urkunde durch welche unser Selbstgcsctzgcbnngsrccht, unsere Einrichtungen über denHansen geworfen werden, der Banalrath aufgehoben wird?! . . ." Im „Vjestnik" vom10./22. März, dem Organe des Patriarchen, war zu lesen: „Uns erwartet das Loosder französischen Departements, unser Leben wird fortan nicht mehr in unserer Heimat,es wird in Wien sein! Wie wir uns bis jetzt gegen die Magyarisirnng zu wehrenhatten, so werde» wir uns jetzt gegen die Verdeutschung wehre» müßcn! Und dieseauf die Vernichtung unserer Autonomie, unserer nationalen Einheit, unseres selbstän-dige» Daseins abzielonde Charte hat ein Kroat, den die Nation erwählte daß er ihreRechte dem Kaiser gegenüber vertrete, mit unterschrieben!"
253) S. 390. Ein Artikel der D. Ztg. a. B. v. 13. März gab diesem GedankenAusdruck und rückte dabei den slavischen Landsleuten vor, sie allein seien Schuld daßes so weit gekommen, weil sie in ihrer Kleinherzigkeit und Scheelsucht nicht längst cin-schcn wollen daß nur Deutschland und Italien die beiden Kernpunkte seien, um diesich das moderne Europa und besonders das Slaventhnm um seiner Sclbsterhaltungwillen krystallisiren müße ... Es sei doch eigenthümlich, meinten dagegen „Sl. C.-Bl."Nr. 73 vom 14. März S. 291, daß „jedesmal wo irgend ein großes politisches Er-eignis beide Nationalitäten zu gemeinsamem Handeln aufforderte", die D. Ztg. a. B.„ans Ungeschick oder absichtlich ... die alten FansaronadeN von deutscher Superiorität"angestimmt und dadurch alles wieder verdorben habe. Was übrigens die BeschickungFranksnrts betreffe „so können wir der D- Ztg. jetzt nur so viel versichern daß keinerunserer Depntirten zum Besten des Deutschthums in die Panlskirche gehen wird".
254) S. 390. Als am 8. März zu Mirna (Llsrna) in Unter-Krain eine Wahlfür die deutsche National-Versammlung stattfinden sollte, legten die Wahlmänner imNamen von 10.463 Einwohnern schriftliche Verwahrung ein, da es wohl hinreichendbekannt sei „daß wir gegen die Frankfurter Wahlen waren und sind"; „Sl. C.-Bl."Nr. 79 vom 20. März S. 314.
255) S. 392. Jürgens HI S. 176—181. Aus dem Erzählten widerlegt sichvoll selbst — was überdies Hermann offen für eine Lüge erklärt hat — als ob „dieAbgesandten einer angesehenen Gruppe der deutschen National-Versammlung in Olmüzund Wien geringschätzig behandelt worden" wären. Nach Olmüz sind sie, obwohl siedazu von den Ministern anfgemuntert worden, gar nicht gegangen.
256) S. 393. Von den Frankfurter Blättern brachte die „Central-Correspondenz"vom 11. zuerst eine kurze Mittheilung; am Tage darauf die Ztg. des Reichs-Ministe-riums den Text der Verfassungsurknndc nach Wiener Blättern; am 13. dasselbe dieFranks. Ztg. Eine Frankfurter Correspondcnz D vom 1l. A. A. Ztg. Nr. 74 vom15. März S. 1126 f. widmete der ans Berliner Blättern entnommenen Nachricht vomKremsierer Ereignis eine eingehende und ruhig gehaltene Erörterung: „Gedenkt dasCabinct von Olmüz auf die Ideen des Programms von Kremsier znrückzukommen, sodaß man auch in Frankfurt die Verfassung zu vollenden und erst dann zwischen Deutsch-