Anmerkungen.
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de» Coulissen vorgegangen war Erkundigungen cingeholt zu haben. Von letzterem er-fahren wir unter anderem daß die erlegten 116 fl., „da das Requiem nicht abgchaltcnwurde", bei dem Kirchcnmeisteramle von St. Stephan dcponirt bleiben sollten „bissich der rechtmäßige Eigenthümer darum meldet". Erstercr versichert von mehrerenSeiten gehört zu haben „daß Sänger bestellt waren die beim I-ibsra ein Frcihcitö-licd absingcn sollten", und erwähnt, das Verbot der Abhaltung sei von der Stadt-hauptmannschaft ausgcgangen, da selbe Gewißheit erlangt habe das angeblich Wünschc'scheRequiem solle eine Traucrfeierlichkeit für die Gefallenen sei», „wozu man auch Samm-lungen eingeleitct habe". Beide aber sprechen sich in der entschiedensten Weise gegendas gleisnerische Mäntelchen aus womit man eine unlautere Absicht überdecken wollte.„Wenn die Studenten", heißt es bei dem eine», „für ihre Brüder eine Messe haben
wollten, warum sind sic nicht offen ausgetreten? Wozu solche Umtriebe? Uebcrhanpt,
wie beklagen sich denn die Studenten daß man ihnen das Gebet verwehre, sie die de»ganzen vergangenen Sommer und Herbst hindurch beinahe an jedem Sonntage, derden Christen heilig sein soll, gerade zur Zeit des öffentlichen Gottesdienstes das armeVolk mit Musik ganz anders wohin als in die Kirche zum Gebet führten?" Der
andere schickt die Betheuerung voraus daß er grundsätzlich gegen eine Todtenfcier für
die März-Gefallenen nichts eiuzuwenden habe. „Wir freuen uns einer constitutionalcuRegierungsform theilhaftig geworden zu sein, und es wird niemand behaupten daß wirmit Metternich und ohne die Märzcreignisse des vorigen Jahres uns derselben erfreuenwürden; es ist daher auch recht und billig für jene zu beten welche in Folge jenerEreignisse das Leben verloren haben. Dessenungeachtet muß ich der Ansicht des HerrnLegionärs widersprechen und behaupte», daß jene angeblich .heiligsten Gefühle', sowiesie sich am 13. d. M. zeigten, keineswegs diesen Namen verdienen. Was ,heilig* seinsoll, das muß auf Wahrheit und nicht auf Lüge begründet sein. Zum Schlüße möchteich den Herrn Legionär ersuchen sich nicht zu sehr über .Schmähungen', .Verdäch-tigungen', .Beschuldigungen' zu beklagen; denn wenn Tausende von Bürgern an denBettelstab gekommen sind, wenn fast ganze Vorstädte in Schutt und Asche verwandeltwurden, wenn das Blut der von der Gerechtigkeit ereilten Opfer der Verführung nochim Stadtgraben raucht — so ist ei» Glied jener Körperschaft, welche bei den meiste»Gesetzlosigkeiten an der Spitze stand und so unsägliches Unheil über Wie» brachte,nicht berechtigt sich über eine Sprache .der Gehässigkeit' zu beklagen, er kann höchstensdas bittere beklagen das in der Wahrheit liegt".
231) S. 360. Man erzählte sich in Wien, Melde» habe auf die Meldung daßman in einigen Vorstädten beleuchten wolle erwidert: „er wolle das nicht hindern,werde es aber auch nicht abwehrcn wenn die Gutgesinnten die beleuchteten Fenster mitSteinen einwersen wollten". Das klingt sehr unwahrscheinlich.
232) S. 361. So von Bruck a. d. Mur 12., Katholiken-Verein in Linz 11.,RuppertSthnl V. U. M. B. 15., Guglbcrg in Ober-Oesterreich 19. März, die Bauer»des Marchfeldes von Groißenbrunn Engelhartstetten Stopfenreut LoimerSdors WagramOrth Markgraf-Neusiedl rc. rc. (diese insbesondere für das Nobotnblösu»gs-Pa-tent); Effcrding 25. März („Was Ferdinand der Gütige verhieß, Franz Josephder Kräftige hat cS erfüllt") ... Zn den in dieser Richtung unverdächtigsten Zeugengehören doch ohne Frage die Reichstagsflüchtigen. Kudlich III S. 211 erzählt vonseinem Aufenthalte in Kleinster, daß ihm „beim Heraustritt aus dem Reichstag auseiner Gruppe hanakischer Bauern nicht bloS die Faust sondern auch die Zunge ge-zeigt wurde". Und dann III S. 253—255 von seiner Flucht mit Violand: im Gast-hause „zur Post" in Hof nahe der mährisch-schlesischen Gränze Hütten „Honoratioren"