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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

Heuboden unter Stroh einige Munition. Die standrechtliche Strafe war Tod durchden Strang, im ordentlichen kricgSrcchtlichen Verfahren wurde selbe auf ein JahrStockhaus-Arrest in Eisen gemildert; Weiden aber, mit Rücksicht ans den guten Leu-mund des Schuldigen bei welchem sich, in weiterer Rücksicht ans den verwahrlostenZustand der Waffen, kein böser Wille bei Verheimlichung derselben voranSsetzcn ließ,sah von der Strafe vollständig ab und befahl die »»verweilte Freilassung des Geäng-steten, II. März. Ein ähnlicher Fall hatte sich ein paar Tage vorher mit einem ge-wissen Joseph Nogendorfcr ereignet, der am 26. Februar nach dem Gesetze verurtheilt,aber am 2. März von Weiden vollständig begnadigt worden war.

229) S. 360. Etienne machte imLeuchtthurm" Nr. 12 S. 176 seiner Ent-rüstung über die Vorgänge bei St. Stephan Luft: er habe es gesehen wie eine AnzahlPolizei-Mannschaft und eine Abtheilnng Grenadiere die Kirche besetzt und eine Anzahljunger Leute, deren Flor an den Hüten den Soldaten ein Dorn im Auge gewesen sei,verhaftet hätten;und als ich ans der Kirche trat sah ich dieselbe von Soldaten um-stellt, die Wiener ConstablerS auf empörende Art Frauen entfernen; hier eine Patrouilleeinen bleichen jungen Mann, dem der Schmerz im Gesichte geschrieben stand und derde» Arm in einer Schlinge trug, verhaften; dort eine Dame welche, in schwarzen Atlasgekleidet, einen Schleier über dem Antlitz, einen sie bruSquirendcn Officicr znrechtwieS ;da wieder eine Gruppe von Männern aus dem Volke die fluchend und die Fäuste ballenddem schändlichen Treiben znsahcn; dort eine Gruppe feister Bürger welche schadenfrohdie ganze Gemeinheit ihres verworfenen Kncchtsinns zur Schau trugen und denSchergen der Gewalt znklatschten und ein Bravo über das andere znricsen". S. auchKo lischWiener Boten" 1849 II S. 394 Correspondenz aus Wie» vom 20. März.

230) S. 360. ImLloyd" Nr. >25 vom 14. März Abendausgabe rückteeingewesener Legionär im Namen Vieler" einen Artikel ein, worin er der ganzen An-gelegenheit den unschuldigsten Charakter von der Welt gab und sich bitter über dieArt und Weise der Unterdrückung einer blosen Seelenmesse beschwerte,einer Weisedie unsere Trauer zum Deckmantel eines Straßenscandals, die Seelenmesse, den Hin-geschiedenen geweiht, zu einem Schauspiel macht um die Gemüther anfznrcgen; dieunsere heiligsten Gefühle als Heuchelei brandmarkt". Sei es ehrenwertheiner solchenstillen Feier, die nur sür den nächsten Kreis bestimmt war, an der die Angehörigender Gefallenen in ihrer Trauer Autheil nahmen, die ungerechtesten Motive, einenentfernt liegenden Zweck unterzuschieben ? Ich frage, ob man die Zeichen der Trauer,wie sie allgemein üblich, gewöhnlich einzig und allein einer solchen Feier angemessensind, als .Abzeichen' einer wühlerische» Partei, ob mau diejenigen die sich in derKirche znm Gebete versammeln als eine ,nimmer ruhende übelgesinnte Faction' be-zeichnen darf? Ich weise nur noch darauf hin, daß die Negierung und die Ministerjetzt nicht am StaatSruder stünden wenn unsere Brüder am 13. März nicht gefallenwären, daß der jetzige Justizminister damals in unseren Reihen stand und einer seinerfrühere» College», ei» Mitglied des vorigen Ministeriums, ein bei allen Parteien hoch-geachteter Mann, sich an diesem .Putsche' mitbetheiligtc und unter uns in vordersterReihe am Hochaltar den Beginn der Seelenmesse abwartete. . ." Wir verdanken esdieser vielleicht aufrichtig gemeinten Wehklage die Rcdaction desLloyd" legte fürdie Ehrenhaftigkeit des Einsenders ihre Hand ins Feuer daß von zwei verschiedenenoffenbar sehr genau unterrichteten Seiten Entgegnungen über den wahren Sachverhalterfolgten und zwar in demselbenLloyd" Nr. 129 vom 19. Abendausgabe. Der einewar Augen- und Ohrenzcuge der Vorgänge in der Stephans-Kirche; der andere,einFreund der Wahrheit", scheint außerdem an zuständigem Orte über das was hinter