Anmerkungen.
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und des Ergebnisses der diesfälligen Untersuchung angefcrtigt wurde deren Vorlage untereinem geschieht"; die Interpellation Geicr's oder eigentlich dessen Beschwerde gegen denBezirksrichter Pinter in Gurkfeld (s. oben S. 42); jene Schuselka's wegen zeitweiliger Be-freiung der Studenten vom Militair-Dienst (s. oben S. 26 s.), welcher Stadion ent-gegnete: „Das Ministerium, von dein Grundsätze der allgemeinen Berechtigung und Ver-pflichtung aller Stände vor dein Gesetze ausgehend, kann zu Gunsten der Stndirendenkeine Ausnahme machen; denn für jeden begünstigten Studircnden würde das Loos einenandern treffen der sonst bei einem gesetzlichen Vorgänge befreit geblieben wäre"; jene Bi-linski's wegen Aushebung von Rccrutcn ohne zuvor eingeholte Bewilligung der Kammer(s. oben S. 27), der Stadion den constitutionalen Grundsatz entgegenhielt: die Feststellungder Stärke des Heeres sei Sache der gesetzgebenden, die Ausschreibung der Recrutirungund Aushebung der Mannschaft Aufgabe der executiven Gewalt; jene habe das Ministe-rium in den Staatsvoranschlag ausgenommen der dem Hause vorliege; verschieben habeaber das Ministerium die Ausschreibung um so weniger können „als die inneren undäußeren Verhältnisse derart waren und sind daß jede Zögerung in dieser Angelegenheitein Verrath an der Sache der Monarchie gewesen wäre" rc. Stein Aufm V S. 336—344.Zwei der Interpellanten erklärten sich mit der erhaltenen Auskunft nicht zufrieden: Geierder in der Sitzung vom 5., dann Klaudy und Genossen die in jener vom 6. März neuerlichinterpellirten. Letztere brachten namentlich vor daß die veröffentlichte „actenmäßige Dar-stellung" sich aus die militairischen Operationen beziehe, hingegen das was die verdäch-tigte Ehre der böhmischen Nation und deren Vertrauensmänner betreffe fast ganz über-gehe; ebenda S. 347 s. 380 f.
200) S. 308. Kudlich III S. 243. Wann kann sich dieser Auftritt abgespielthaben? Kraus wohnte der Sitzung vom 14. Februar bei; ob er nach dem Ausfall dergeheimen Sitzung am 15. noch in Kremsier geblieben, ist mir nicht erinnerlich. Dannbliebe nur der 3. März, wobei ich aber nicht umhin kann zu bemerken, daß die Erzäh-lung Kudlich's mir nicht den Eindruck macht als ob das Gespäch so hart vor dem Ein-tritt der Katastrophe vom 6. März geführt worden wäre.
201) S. 312. A. A. Ztg. Nr. 67 v. 8. März S. 1022: Prag 5. März. Heute
nachts um 1 Uhr verschied" rc.
202) S. 319. Auch der X-Corr. der A. A. Ztg. Nr. 70 vom 11. Wien am 7. MärzS. 1069 theilt Bruck eine Sonderstellung in den Ministerberathungen über die Verfassungzu, nur in anderem Sinne als ich. Er schreibt von Stadion's „unerklärlichem Anlehnenan den Reichstag" und fügt bei: „Sonderbarer Weise soll sein eigener Schützling derMinister Bruck es gewesen sein der sich dagegen ausgesprochen . . . Der Entwurf der denBerathungen (über die Verfassung) zur Grundlage gedient hat soll von Bruck gewesensein." Letztere Vermuthung ist gewiß ungegründet, das haben sich Stadion und Bachgewiß nicht nehmen lassen. Die von mir im Text ausgesprochene Vermuthung über dieOpposition Bruck's knüpft sich an den Ofener Aufenthalt desselben im Februar, worüberWindisch-Grätz seinem Schwager nach Olmüz schrieb: Bruck sei ganz und gar auf seineAnsichten eingegangen.
203) S. 320. Fischhof will von Ausplauderern erfahren haben daß die Drucklegungim Zuge sei. Das war wohl nicht möglich, da vom Anbeginn derselben bis nach voll-zogener Kundmachung die dabei beschäftigten Arbeiter Tag und Nacht nicht aus demRaume gelassen wurden. Fischhof wird also nur erfahren haben was in Wien selbsteinigen Personen auffiel: daß in der Staatsdruckerei bei verschlossenen Thüren gearbeitetwerde; was da im Zuge sei, darüber mochten sie hin und her denken. — Dem SchreibenSchwa, an Wind, vom 5. Nr. 137 lag ein Aussatz: „Die octroyirte Charte und Deutsch-