506 Anmerkungen.
der A. A. Ztg. Beil, zu Nr. 66 vom 7. März S. 1013 gehalten, deren Verfasser Pa-lack/ vorwirft „daß er weniger Oesterrcicher als Slave ist", ihn fragt wann er und dieSeinen „einmal sich auf einem (?) höher» Standpunkt über die kleinliche Nationalitäts-Eifersüchtelei emporschwingcn" werden? rc. Denn ganz dasselbe konnte ja mit mehrRecht vom andern Standpunkte Palack/ seinen Gegnern vorrücken!
195) S. 272. Sten. Auf». V S. 1, 34. In Springer's oft bezogenem Werkesind „die bei jedem Sitzungs-Protocolle wiedcrkehrenden Kopf- und Schlußsätze weg-gelassen", was im allgemeinen wohl zu billigen ist, wovon aber doch für jene Fälle Aus-nahmen gemacht werden sollten wo es sich um Aenderungen im Persoualstande des Aus-schusses handelte. Als Mitberather und Sprecher findet sich Palackx in den ProtokollenS. 101 zum letztenmal in der Nachmittagssitzung vom 3. Februar, nicht mehr aber inder Sitzung vom 4.; er scheint also schon an diesem Tage seinen Austritt erklärt zuhaben.
195 b) S. 287. Springer Protokolle S. 347—350. Bezüglich der Bukowinas. ^Vickmann 8mokka Anhang S. 23 f. die Dankschreiben an den Reichstags-Präsidentenääo. Czernowitz 12. und 13. Mai 1849 1. des Bischofs Eugen und 2. von den Mitglie-dern der beabsichtigten Landes-Deputation an das kaiserliche Hoflager: Jordaki Wassilko,Alexander Gojan, vr. Michal von Zotta, vr. Christoph Petrowicz, Jacob Miculi.
196) S. 287. „Die nationalen und Provinzialen Kämpfe verzögern die friedlicheGestaltung Oesterreichs. Im Saale sitzen keine Parteien sondern Liguisten und zwischenDeutschthum und Slavcnthum fallen die österreichischen Staatsbürger mit ihren Rechtenund Freiheiten zu Boden." Krcmsier 16. „Const. Bl. a. B." Nr. 147 v. 19. Decem-ber 1848.
197) S. 302. Der „Oesterr. Corr." ließ sich über Helfcrt's Rede aus Kremsier **2. März schreiben: „Selbst die leidenschaftlichsten Gegner des Ministeriums können dasumfangreiche Wissen, die schneidende Logik, den schlagenden Humor des Redners nicht inAbrede stellen. Der unwillkürliche Beifall der Kammer gibt davon unläugbares Zeugnis;in welchen Sturm würde dieser wohl ausbrechen, wenn Helfert nicht das Unglück hättedort zu sitzen wo er eben sitzt." So sagt auch Jarcke in seinem „Staat und Kirche inOesterreich" (München 1849) S. 39: „Die Abgeordneten Helfert und Haßlwanter und derBischof von Przemysl, welche in ihren meisterhaften Reden einen von der verjährten Knecht-schaft der Kirche wie von der Revolution unabhängigen Standpunkt zu nehmen und fest-zuhalten wußten, haben in jenen freilich an sich fruchtlosen und unnützen Debatten zuKremsier Oesterreichs sittliche und intellektuelle Ehre gerettet". Anders urtheilten begreif-licherweise die radikalen Blätter z. B. der Leipziger „Leuchtthurm" Nr. 13 S. 180: „DerUnterstaatssecretär Helfert, dessen ungeheure Einbildung und Selbstüberschätzung vom Mi-nisterium benützt wurde um dem Reichstage Sottisen ins Gesicht zu schleudern, war bereitsso abgenützt daß eine Frage bei welcher er sich, natürlich in hohem Austrage, betheiligte,füglich für verloren angesehen werden konnte."
198) S. 306. In einem Wiener Artikel Z vom 6. der Gr. Ztg. Nr. 67 S. 2wurde dem maßlosen Auftreten Schuselka's die Haltung des Baron Kraus entgegengestellt:„Der Minister der Finanzen hat, ohne auf die Ausfälle Schuselka's näher einzugehen,demselben gezeigt wie man parlamentarisch artig sein könne ohne sich in irgend einemPunkte etwas zu vergeben."
199) S. 306. Darunter befanden sich: die Interpellation von Klaudh und Genossenvom 24. Januar betreffend den Proceß über den Prager Juni-Aufstand (s. oben S. 22),beantwortet durch Bach in dem Sinne: „daß sich die sehr umfassenden Untersuchungs-Acten zur Vorlage nicht eignen", daher „eine actenmäßige Darstellung dieser Ereignisse