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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

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Meinung dahin ans daß das VcrcinbarnngS-Princip „in seiner vollen Strenge wegender complicirten Verhältnisse ans zahllose Widersprüche führen und zuletzt jede Einigungunmöglich machen müßte". Beide Adressen, dadirt vom 21. Februar, finden sich abgedrucktln der A. A. Ztg. Beil, zu Nr. 59 vom 28. S. 994. — Welch hohen Werth man inden Kreisen der deutschen Diplomatie auf die Kundgebung des kaiserlichen Cabincts vom

4. Februar legte, ist ans den Briefen des kön. sächsischen Kammerjnnters und damaligenLegationssccrctärs inWicnKarl Friedrich Grafen Vitzthum v. Eckstädt an seine Mutter(Berlin und Wien in den Jahren 1845—1852, Stuttgart Cotta 1886) zu ersehen. Indem erstercn vom 9. Februar 1849 bereitet er sie auf einen „Schachzug" vor, „welcherdas Spiel entscheiden dürfte", über den er sich aber noch nicht näher aussprechen könne.Im zweiten vom 15. charakterisirt er das Schriftstück, das nun kein Geheimnis mehrwar, mit den Worten: „Die Depesche vom 4. Februar läßt sich in den einen Satzresumiren : ,Hier steht der Kaiser von Oesterreich, dort die Revolution, wählt p" A. a. O.

5. 213—215.

l 93) S. 264. Stadion am 3. März Sten. Aufnahme V S. 335 : Die Kund-machung der Gesetze sei ein unbestrittenes Hoheitsrecht jeder unabhängigen Staatsgewalt;die kaiserliche Regierung habe dieses Recht Frankfurt gegenüber nie aus der Hand ge-geben; sie sei daher jenem Treiben „nach Recht und Pflicht" cntgcgcngctrcten, „weilhierin eine Irreleitung der Bevölkerung über die Natur der Verlautbarung und überdie Wirksamkeit des (Frankfurter) Gesetzblattes für Oesterreich gelegen gewesen wäre".Der Krcishauptmann Regner Ritter v. Blcyleben sandte aus diesem Anlässe eine Ver-ordnung vom 7. Januar Z. 262/2 an alle Magistrate und Amtsverwaltungcn ans,worin es unter anderem hieß: cs liege der massenhaften Verbreitung der FrankfurterGrundrechte die Absicht zugrunde „um dadurch eine Bewegung im deutschen Sinne her-vorzurufen". Wenn Schnselka sich über diese Motivirung aufhielt (Sten. Aufnahme VS. 378 f.), wie man dem deutschen Volke in Oesterreich eine Bewegung im deutschenSinne versagen wolle, wo man dem slavischcn in Gestalt der Slovanskä. Lipa eine solchein slavischem Sinne gestatte — so war dagegen wohl zu erwidern daß die slavischenLinden-Vereine mit keinem Acte auch nur den Schein auf sich geladen hatten im Rückender Regierung den Gesetzgeber zu spielen.

194) S. 266. Die „Ostdeutsche Post" vom 27. brachte einen Artikel gegen diePalack)''schc Interpellation die, wie sich denken läßt, in deutschen Kreisen großes Aergernisverursachte. Die deutsche Frage, meinte Ignaz Kuranda, sei nicht vom Standpunkte derGleichberechtigung aufznfassen. „Der mehr als tausendjährige Zusammenhang Oesterreichsmit dem deutschen Reich ist für uns eine Quelle der Macht, der Bildung und des Wohl-standes geworden, der wir zum größten Theil die europäische Stellung des Kaiserstaatesverdanken. Die nicht-deutschen Völkerschaften Oesterreichs können von den Deutsch-Ocsterreichern verlangen diese Vortheile mit ihnen zu theilen; sie dürfen aber nicht ver-langen daß diese ihr längst erworbenes Eigenthum, ihren heiligsten Besitz von sich werfensollen weil jene kein Behagen daran finden." — Ganz anders schrieben Kuranda's ehe-malige „Grcnzboten" 1 S. 394 f. Prag 27. Februar: „Palack^'s größtes Wort." DieseInterpellation sei „das bedeutendste was auf dem Reichstag bis jetzt gesprochen worden;sie ist ein Ereignis in der kurzen parlamentarischen Geschichte Oesterreichs ... ES istein öeche der spricht, nicht Oesterreich zu Liebe sondern im Interesse seiner Partei . . .Winden Sie einen Kranz für Palackv, er hat ihn auch von den Deutschen verdient.Endlich ist die Stunde gekommen wo die öechische Partei das wüste Hassen der Deutschen,die Animosität des jungen Uebermuthes glänzend gesühnt hat durch staatsmännische Ruheund offenes Wort". — Sehr naiv war eine Prager Corrcspondcnz vom 26. Februar in