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Anmerkungen.
talentvollen Advoeaten für eine Position zu ergreifen bleibe". S. dagegen Schmer, anSchwa. 22. Januar „Vertraulich" L: „Einen willkommenen Alliirten haben wir inHerrn Heckscher gewonnen, der von seiner Mission in Italic» znrückgekehrt ist und derNationalitäten-Frage nicht günstige Eindrücke mitgebracht hat. Er hat kein Talent zumMinister, aber ausgezeichnete für das Parlament und für staatsrechtliche Fragen. Er istties entrüstet über die Jntrigucn der preußischen Partei und haßt deren eifrige Vorkämpfer,die schleswigischcu Professoren aus voller Seele. Er wird daher unseren gerechten An-sprüchen seine Thätigkeit gern weihen".
95) S. 98. Jürgens III S. 54—58: „Von diesem Abend datirt die Verbindungder ,Großdcutscheiü gegenüber der ,Kleindeutschcn' Partei." Voll Freude berichtete Schmerlingain 12. Nr. 52 an den Fürsten Schwarzenberg, cs seien alle österreichischen Abgeord-neten zusammcngekommen, auch die linken, „und die Zusammenkünfte sollen regelmäßigwiederholt werden. Die demokratischen Ansichten einiger von ihnen treten ohnehin in denHintergrund, seit ihre Grnndsätze in Oesterreich selbst wenig Anklang finden". Letztereswar wohl stark rosenroth gesehen.
96) S. 09. Haym II S. 265—272 übcrtrifft sich selbst in den Ausbrüchen seinesAcrgcrS darüber daß es das Cabinct von Olmüz gewagt durch die Depesche vom 4. dieKreise der Erbkaiscrlichcn zu stören. Er ringt nach Worten um seiner Wuth, die ihn zuersticken droht, Luft zu machen: „heuchlerisches widerwärtiges Gerede" — „diplomatischeTücke" — „plump" — „dreist" — „naiv, um nicht zu sagen frech" — „Vorschlag einespolitischen Pfuschers . . . mit der Miene eines Cagliostro"; das Preußische Rundschreibenvom 23. Januar ist ihm „eine Stantsschrift vom ernstesten Tone und vom gebildetstenStyl", die österreichische Depesche vom 4. Februar „ein knabenhaft leichtfertiges, ein nach-lässig znsammcngcschricbcnes Excrcitium", und in diesem jungenhaften Ton noch lange fort.Besonderen Spaß machte diesen Herren ein Ausdruck der ihnen in der österreichischenNote ausstieß. So witzelten die „Grcnzbotcn" 1849 I S. 313 fs.: „Hat Schmerling oderDurchlaucht Schwarzenberg oder wer sonst die Note schrieb, in seiner Jugend Verse ge-macht oder gelesen daß ihnen »och jetzt .Deutschland vorschwebt' wie einem hungrigenGelegenheilsdichter die gebratene Gans oder einem verliebten Schneider sein Mädchenoder dem Theaterhclden Macbeth sein Dolch", lieber den Beschluß der National-Vcr-sammlung vom 12. heißt cs bei Haym II S. 273: „Die Ucberweisung an den Ver-fassungs-Ausschuß, eine nicht unhonette Form der Beseitigung, war im Grunde schon zuviel Ehre für ein Actenstück welches die Ehre uicht des Parlaments allein sondern die derNation mit Füßen trat".
97) S. 99. Bülow aus Berlin an Bernstorff in Olmüz 16. Februar: „So wenigwir jemals unsere Zustimmung zu der Forderung haben geben können daß Oesterreichseine deutschen Lande virtuell aus der unzertrennlichen Gemeinschaft mit seinen äußer-deutschen Staatsgcnossen in ihrer Gesetzgebung und Verwaltung löse: so wenig wirdauch Oesterreich au Deutschland die Forderung stellen dürfen daß es die Entwicklungseiner inneren Verhältnisse nicht nach seinen eigenen gemeinsamen Bedürfnissen, sondernnach den Bedürfnissen und den eigcnthümlichcn Verhältnissen eines einzelnen, wenn auchmächtigsten Bundcsgliedcs einrichte".
98) S. 100. S. auch Rcchberg an Schwarzenberg 16. Januar: „Aus guter Quellehörte ich daß der ehemalige badische Minister und Bundestags-Gesandte Herr v. Blitters-dorff, der als Vorkämpfer sür Preußen gegen Oesterreich ausgetreten ist und wüthendagitirt, sich dahin geäußert hat, die Sachen seien so weit gekommen daß eine neue Schild-erhebung in Deutschland stattfinden miiße, die alle deutschen Fürsten mit Ausnahme etwaSr. Majestät des Kaisers unseres Allergnädigsten Herrn und des Königs von Preußen