Anmerkungen.
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in London sei, wo Herr von Lunsen und Stockmar im preußischen Sinne die stets feind-lichen Gesinnungen Lord Palmcrston'S gegen Oesterreich bereitwillig unterstütze». Nursollen die Herren über das zn rasche und unverdcckte Auftreten des Herrn von Gagernmit seinem Programme erschrocken sein und mehr Ruhe empfohlen haben".
89) S. 95. Ans Bunsen'S Briefen S. 494 f., 525—539. Als Maßstab sittlicherBcurthcilung der politische» Persönlichkeiten mit denen er in Berührung kam, galt deinedle» Ritter Josias einzig deren Stellung zum preußischen Erbkaiscrthm». So bei Ra-dowitz den er dem Vorschläge der Erblichkeit und des Ausschlußes von Oesterreich nichtabgeneigt fand: „das genügte mir um an seine Ehrlichkeit zu glauben"; oder bei Gicchund Notcnhan die „mit ganz Franken für den Erbkaiser zu stimmen" erklärten: „zweiedle deutsche Männer!"
90) S. 93. Ist dieses Urtheil etwa zu hart? Der geneigte Leser schlage irgendwoHahm's deutsche Ratioual-Bersammlung (Berlin Gärtner 1849) auf! Da findet er die„Weisesten und Besten" in den Reihen der eigenen Partei; da heißt die eigene Partei-richtung „ein edler Weg, aber nur mit Edlen zu gehen"; da wird der eigene Partcieiferals „der losgekcttctc Stier" gepriesen „der diejenigen seine Hörner fühlen lassen wird diees wage» sollte» sich ihm in den Weg zu stellen". In den Reihen der Gegner dagegenherrscht „der souvcraine Unverstand", da waltet nichts als „Stammes- und Principicn-Eigensinn", da gibt cs „keine andere als panische Treue"; die Haltung Oesterreichs unddessen Hccresgefolge, heißt cs an einer Stelle, „erregt jedes ernstere sittliche Gefühl indie Tiefe" u. dgl. m. Nicht so heftig, aber mit ungleich mehr Hohn und Galle ließ sichLaube a. a. O. über die „Mettcrnich'schc Rechte" im Parlament, über das „unwahreBayern- und Ocsterreichthum" aus; nicht die „erste deutsche Macht" sei Oesterreich son-dern „die erste fremde Macht" re. Man sehe III S. 293, 309 f., 317, und bedenke daßder Verfasser für seine Person als Vertreter eines österreichischen Wahlbezirkes im Par-lamente saß!
91) S. 97. Schmer, an Schwa. Frankfurt 21. Januar Nr. 24 vcrgl. mit 3. Fe-bruar „Vertraulich" 6: „Der Begriff des Bundesstaates wird durch seine künftigenGränzen sich bestimmen. Der Name ist aber nicht ohne Werth, weil der alte Staatcn-bund, gewiß gut in seiner Anlage, durch seine Durchführung so verhaßt geworden istdaß die öffentliche Meinung durchaus gegen ihn ist".
92) S. 97. In allen deutschen Angelegenheiten Pflog Schwarzenberg gern den Bei-rath Bruck's. So findet sich im Concepte der Note vom 4. Februar außer mehrerenkleineren Acndcrungcn eine lange Stelle (Bog. 1 S. 4 von „Die Negierung Sr. Majestätwelche" bis Bog. 2 S. 2 „unter der" Hülle rc.) von Bruck's Hand mit Bleistift durch-strichcn und auf der Spalte daneben anders gefaßt, was dann Wort für Wort in denText wie er hinausging aufgenommen wurde.
93) S. 97. Wessenbcrg I S. 16: „Schmerling wollte gleich abdanken, in lu-roro", über die Note vom 4. Februar nämlich; und S. 18: „Schmerling hat sich überNacht eines besseren besonnen und will sich nunmehr der ihm übertragenen Ver-einbarung unter den königlichen Bevollmächtigten unterziehen". S. auch dcu Bericht desFreih. v. Kreß nach Wien Hannover 11. Februar: „Graf Bennigsen thcilt mir im Ver-trauen die eben nicht erbauliche durch den Hannover'schcn Bevollmächtigte» Baron Bothmercinberichtetc Nachricht mit, daß Herr v. Schmerling sich weigert die am 4. an ihn er-lassene Weisung dem Minister-Präsidenten von Gagern mitzuthcilen, und bereits erklärthat eher um Entlassung ans dein Allerhöchsten Dienste bitten zu müßcn".
94) S. 98. Hat) m, seiner geifernden Nolle getreu, nennt II S. 281 Heckschereinen „heruntergekommenen "Mann, spürend offenbar was in solcher Lage der Dinge einem