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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

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deutschen Fragen befinde sich Graf Bray im Widerspruch mit seinem königlichen Herrnder einen Particularistischcn Standpunkt cinnehme und an den Prärogativen der bayeri-schen Krone festhaltc.So sprach mir z. B. der König mit einer an Leidenschaft gränzendenHeftigkeit iiber die ihm von Frankfurt gemachte Zumuthung seine Vertretung im Aus-land aufzugeben, und ersuchte mich zu wiedcrholtcnmalen Euer Durchlaucht dringend zubitten der bayerischen Krone dieses Recht bei der Reorganisation Deutschlands zu retten,während Graf Bray glaubte dieses Recht müsse der öffentlichen Meinung zum Opfer ge-bracht werden." Zu de» wärmsten Vertretern des österreichischen Bündnisses gehörte Herrvon Abel, der in großer Gunst beim Könige stand und dessen ganzes Vertrauen besaß.

79) S. 85. König Max war auch inhaltlich mit den Grundrechten des deutschenVolkes keineswegs einverstanden und hatte Persönlich eine ausführliche Abhandlung:Widerlegung der Grundrechte" abgefaßt, die er dem Grafen Rechbcrg zeigte um de»kaiserlichen Hof darum wissen zu lasse»; Rechberg, vom Könige aufgefordert seine Ansichtauszusprechen, rieth davon ab sich Frankfurt gegenüber in Einzelerörterungcn einzulassen;der König versicherte ihn, er habe den Aufsatz niemand einsehen lassen.

80) S. 86. I» diesem Sinne sprach sich auch der Adrcß-Entwurf Stockinger'snach einigen von der Majorität der Commission daran vorgeuommenen Aenderungenüber diesen Punkt ans:Das von allen wahren Vatcrlandsfreuden längst heiß ersehnteZiel der Einigung Deutschlands auf dem Grund gleichmäßiger wahre Volksfrciheit ge-währleistenden Einrichtungen in den einzelnen Staaten, und einer Gesammtvcrfassung diealle Deutschen Stämme ohne Ausnahme zu einem kräftigen achtunggebietendenBundesstaate unauflöslich verbinde, naht seiner Verwirklichung. Dieses hohe Ziel legtallen einzelnen Staate» die Pflicht auf, sich selbst dadurch zu stärken und zu befestigendaß sic einen Theil ihrer bisherigen Rechte und Befugnisse zur Stärke und Macht desGesammt-Vaterlandes aufgeben. Nur ein aufrichtiges rückhaltsloscs Eingehen auf den neuerwachten Zeitgeist welcher alle Schichten der bürgerlichen Gesellschaft durchdringt, nurbereitwillige Unterordnung unter die Beschlüße der constituireude» National-Versammlungund der Central-Gcwalt vermag die Mittel zu gewähren dauernde Ruhe und nachhaltigenWohlstand dem Deutschen Volke zu sichern. Die Kammer der Abgeordneten erkenntdaher auch insbesondere die Gesetzeskraft, sowohl der Deutschen Grundrechte als des ge-ringsten Maßes der Freiheiten und Rechte die allen Deutschen ohne Aus» ah niegehören, wie auch der allgemeinen Wechselordnung, und sieht der örtlichen Verkündigungderselben durch die gesetzlichen Organe entgegen".

81) S. 86. Eine sehr interessante Schilderung der republicanischeu Stimmungenim Schwabenland in den ersten Monaten 1849 s. Kühne Tagebuch S. 565- 582:Gevatter Süddeutsch und die Republik".

82) S. 87. Handel nach Wien Nr. 1 vom 15., Nr. 3 vom 21., Nr. 4 ^0vom 23., Nr. 6 L vom 30. Januar, lieber unser» jugendlichen Kaiser äußerte sichWilhelm I.:Möge die Vorsehung ihm gnädig sei». Er beginnt Seine Regierung inschwierigen Augenblicken. Es wäre eine gerechte Ausgleichung des Schicksals welches An-dere und auch mich betroffen, wen» Ihm dafür am Ende Seiner Laufbahn Ruhe undZufriedenheit zutheil würden". Er warf einen kurzen Rückblick auf seine eigene Regierungund sagte zuletzt:Und jetzt in meinen alten Tagen muß ich so trauriges erleben!"Er brach dann plötzlich ab, sichtlich um sich von seinen Gefühlen nicht übermannen zulassen, lieber den kaiserliche» Minister-Präsidenten sagte er ein paar Tage später zuHandel:Beim Fürsten Metternich, der in den Principien, wenn auch nicht immer inder Wahl der Mittel mit mir übereinstimmte, ist immer noch etwas im Rückhalte

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