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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

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Freiheit abzukühlcn wähnte, mußte anfrcgen und empöre». Damals lag Deutschland inder tiefsten Schmach und Oesterreich hatte seine Kräfte erschöpft; Tyrol wagte für sichallein noch den Widerstand; jubelnd jauchzten ihm deutsche Herzen entgegen, als cs drei-mal die Feinde aus seinen Marken vertrieben hatte. Aber der fremde Herrscher, welchemwir von jeder Hilfe entblößt endlich unterlagen, strafte uns durch die Zerstückelung un-seres Vaterlandes; ein Theil wurde dem Königreiche Italien einvcrleibt, der andere auBayern und Jllyrien überwiesen. Durch die Thcilnng rächte sich an uns der fremdeHerrscher, durch die Thcilnng glaubte er unsere Kraft zu lahmen, und was wähnt, wassucht der Reichstag in Kremsier durch die Zerstückelung Tyrols zu erreichen? Aber desseninöge man gewiß sein, daß jeder Versuch einer Zerstückelung unseres Landes auf entschie-denen und kräftigen Widerstand stoßen werde rc." lieber den Kern der Trennungsfragemöge inan sich nicht täuschen:Man wird doch nicht so kurzsichtig sein um sich imWahne zu wiegen, daß es nur auf administrative oder auch parlamentarische Trennungabgesehen sei; ein Rückblick auf die Vergangenheit öffnet uns eine weitere Perspective.Schott im Jahre 1843 konnte man in Trient Landkarten und Almanachc sehen, in denenTyrol bis zum Brenner als Bcstandtheil Italiens erschien. Die darauf folgende Demon-stration einiger Vollblut-Trientiner gegen den gelehrten und echt tyrolisch gesinnten Po-dest» Grafen von Giovanelli, und der wahrhaft kleingcistige und ärgerliche Misbrauch,deit man in Trient mit dem Namen Pio nono inachte, ließen nur deutlicher die Plauedurchblickeu welche eine Partei auszuführen sich anschickte rc."

58) S. 70. Zöll's Schützeu-Ztg. Nr. 6. v. 8. Februar S. 44, auf die aus Kremsierempfangene Nachricht, im Constitutions-Ausschuße seidie Theilnng Tyrols bereits durch-gegangen, und vielleicht noch eine kurze Zeit und dieser Alttrag geht auch im Reichs-tage durch".

59) S. 70. Von der Etsch 5. Januar A. A. Ztg. 1849 Beil, zu Nr. 12 S. 179:Bleibe die Lombardei bei Oesterreich, so werden Trient und Rovcredo verlangen dahinzugetheilt zu werden; gehe die Lombardei verloren, dann werden auch die süd-tyrolischenKreise nicht länger der Habsburgischen Monarchie erhalten bleiben; aberselbst für einCentral-Oesterreich, das Deutschland entbehren zu können glaubt, sind wir ein verküm-mertes Endchen Landes, wenn wir nordwärts Fremde neben uns haben und südwärtsVerräther".

60) S. 70. Wortlaut der Innsbrucker Adresse vom 20. Februar A. A. Ztg. Nr. 58S. 881; sie war mit 222 Unterschriften versehe» und schloß mit de» Worten:Wir be-trachten innerlich den Bund als schon geschlossen und reichen Euch, edle Bayern, über dieBerge hin die Bruderhände. Unsere Väter mögen es vom Himmel herab lächelnd sehen.Hoch Deutschland! Hoch Oesterreich! Hoch Bayern!" Auch außerhalb Tyrol wurde dieHaltung der bayerischen Kammer freudig begrüßt; so in Salzburg, Beil, zu Nr. 63S. 967:Unter den trüben Wolken der Gegenwart lassen uns die Worte eines Kreisesvon Männern, auscrwählt aus fünf Millionen Deutscher, hoffen und vertrauen es werdenicht gelingen das Band des Blutes und der Freundschaft, der Bildung und des Ruhms,der gemeinsamen Wohlfahrt an Geist wie an Körper zu lockern oder zu zerreiße», jetztwo wir eben erst in dem Gedanken erstarken es werde inniger tim uns geschlungen werdenals je."

61) S. 71. Eine Bozener Adresse vom 6. Märzan die wackeren österreichischenund tyrolischcn Abgeordneten zur deutschen National-Versammlnng in Frankfurt a. M.",Wortlaut A. A. Ztg. Nr. 69 S. 1053, hatte mehr die deutsch-österreichische Frage über-haupt als die tyrolische insbesondere im Auge:Feste Einigung aller Deutschen zu einemgroßen Ganzen auf immerdar! . . . Lasset nicht ab, chevor ihr errungen habt daß alle