Anmerkungen.
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ämtern und noch mehr „den meist sehr unlanteren Dominical-Beamten" freie Hand lasse;Nr. 652 U. LI. I.
46) S. 53. Bericht Hammcrstein'S vom 29. December fs. vor. Anm.): „Auch istbekannt daß dieser Bischof von dem würdigen mit vollem Recht von den Ruthencn ver-ehrten Bicc-Präsidentcn Goluchowski nur mit Mühe dahin gebracht werden konnte, einenHirtenbrief zu erlassen der die katholische Geistlichkeit bewegen sollte keine majcstäts-ver-brccherischen Reden mehr zu halten." In Haminerstein's Augen war es auch eine levisnotos mo-ouls. daß Wicrzchlejski mit dem Gubcrnial-Nath Fcstenbnrg „in besonders engerVerbindung" stand, mit demselben Festenburg dem auch Zaleski besonderes Vertrauenschenkte und den dieser zu seinem Präsidial-Ches ernannte; der zweite VertrauensmannZaleski's sei der Universitäts-Bibliothekar Ritter von Stroüski, „ohne den er nichts machtund der zu seiner Bequemlichkeit nun sogar bei ihm im Gouverneurs-Gebäude wohnt".
47) S. 54. In einer Aufzeichnung finde ich noch als Mitglieder der Deputationden Buchhändler Eduard Winiarz, Franz Adamski (?), Johann Towarnicki, Joseph Braun.Der Adresse waren viele Bogen von Unterschriften angehängt, darunter in erster ReiheRoman Wybranowski 6enero.l 6. Llnr., Cyprian Graf Krosnowski rc.
48) S. 54. Zaleski an Stadion 10. Januar. Als Mitglieder der Deputation warendrei Geistliche, fünf Gutsbesitzer — Wassilko Zotta Gojan Pctrowicz Miculi — danneinige Deputirte der Stadt Czernowitz gewählt. Am 6. Januar überreichte der R.-T.-Abg. Wiekowski zu Krcmsier eine Denkschrift der ruthenischen Bevölkerung der Bukowina,worin diese die Scheidung des Kreises in einen rnthenischen und eine» romanischen Be-zirk befürwortete.
49) S. 55. St. an Zaleski dir. 655 U. LI. I. l849. In einem andern Erlasse —Datum und Geschäftszahl sind mir nicht zur Hand — verlangte Stadion »»verweiltesund strenges Vorgehen gegen „unvcrläßlichc Beamte, Untersuchung und, dascrn sich dieBeschuldigungen halbwegs bewähren, allsogleiche Entfernung"; er bczeichnete einige widerdie ihm Anzeigen zugekommcn seien mit Namen, darunter die Leinberger Landräthe Schu-bert und Dr. Pfeiffer, den Nzeszower Krcishauptmann Baron Sala.
50) S. 56. Sten. Aufnahme IV. S. 291 s., 568 f. . . . Eine andere die galizischenGroßgrundbesitzer betreffende Interpellation brachte Sierakowski am 17. Januar vor:Der größte Theil der im Lande vorhandenen Schuldner bestehe aus Gutsbesitzern; diegalizischen landtäflichen Güter seien mit Schulden überbürdet, so daß letztere in vielenFällen den vollen Nennwcrth, ja in manchen Fällen den reellen Werth der elfteren über-stiegen; durch die Nobotaufhebung sei der Preis der landtäflichen Güter um die Hälfteihres wahre» Werthes gesunken, wobei die niedriger vcrhypothccirten Gläubiger mit ihre»Ansprüchen leer ausgingen; cs sei daher die Ausstellung eines Moratoriums mindestensbis zur gänzlichen Entscheidung der Jndcinnisations-Frage geboten rc. Der Justiz-MinisterBach der die Interpellation am 3. März beantwortete lehnte den Vorschlag ab: DieErtheilung eines Zahlungs-Moratoriums halte er für nicht zulässig weil ein solches Mittel,während cs den Schuldner berücksichtigt, gegen de» Gläubiger als eine Ungerechtigkeiterscheint und nur dahin führen könnte den für alle Interessen so wichtigen und durchOesterreichs Hypothekar-Gesetzgebung so mächtig geschützten Rcal-Credit zu erschüttern.
51) S. 58. Die ruthenische Frage in Galizien von Anton Dabczanski Landrathin Lemberg. Beleuchtet von einem Russincn (Prokopczycz) Lemberg 1850 Staurop.Institut. . . Gegen die Ausführungen Krainski'S erwiderte Stadion ganz sachgemäß:Warum man, seit Galizien zu Oesterreich gehört, in amtlichen Kundmachungen keine an-dern als die lateinischen Lettern angewandt, erkläre sich daraus weil man eben früher aufdie ruthenische Nationalität keine Rücksicht genommen; nun aber dies nach dem Grund-