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Anmerkungen.
auf das entschiedenste versucht; s. „Knroclni Hovin/" 18-19 e. 51 str. 202 unterzeichnet:»lloäen Iiravnik"; e. 53 str. 21 unter der Chiffre II. O. (Havel Oorovslc/, Karl Hav-lieek's Schriftstcllcrnamc). Vgl. Prager Corrcspondenz v. 5. im „Lloyd" Nr. 112 Morg.-Ausg. v. 7. März, wo Havlieek gelobt wird, weil er das „pretentiöse Auftreten nnserseechischen Stndenten-Vereines geißelt, dessen politische Weisheit er mit Witz und Offen-heit bekämpft. Er wirst demselben sein kindisch-anmaßliches Bestreben nach politischerGeltung vor, und daß die Herren Studiosi, ohne etwas zu lernen zu wissen und zuleiste», blos auf dem Wege des Oppositionsmachcns in den Tempel des Ruhmes zu ge-langen glauben. Nur derbe Sathre kann man der Anmaßung unserer Stndirenden ent-gegen setze», wenn man ihre offene Erklärung an das Ministerium wegen der Recrntirnngliest. Die Minister werden darin an ihre Studienzeit und den Werth ihrer Vorzugs-classen erinnert, und der politische Act sieht einem Wirthshansgespräche einiger ,Füchse'so ähnlich wie ein Ei dem andern, obschon ein Doctor in Vertretung des Ausschussesunterschrieben ist. Ich stelle hier unwillkürlich die Frage: ob denn überhaupt der Stu-dentenausschuß einen Club oder eine etwa vom Staate anerkannte Corporation vertrete,und welches Recht er im Verneinnngsfalle hat im Namen der gesummten Studenten sozu sprechen, deren mancher ihn nicht gewählt hat und, da die Studenten nur als Ein-zelne an der Universität gelten können, nicht als stillschweigend znstimmend angenommenwerden kann?" .... In einer Prager Correspondenz der A. A. Ztg. (ich habe Nr. undS. anzumcrken übersehen) wird Havlieek als Redactcur geschildert, „der bald durch einenradikalen Blitz die Augen seiner Leser anfrcißt und dann wieder in mehr oder minderconservativer Haltung die obern Götter zu versöhnen sucht". Es war etwas wahres andieser Charakteristik, und die Wurzel dieser Doppelhaltung des ungemein begabten, dochin seinen Grundsätzen und Anschauungen unstätcn, in seinen Behauptungen der Leiden-schaft des Moments nachgebenden Mannes darin gelegen, daß ihm eine solide Grundlagedes Wissens abging. Ein Radikaler von Haus aus war er nicht, aber in seinem Wider-spruchsgeist verfiel er nur zu häufig auf Kundgebungen die ihn als Radikalen von rein-stem Wasser erscheinen ließen.
27) S. 28. Aus demselben Grunde ans welchem die Prager Blätter für die Adresse,waren die Wiener gegen dieselbe. Der „Lloyd" brachte im Morgenblatt Nr. 74 v. 13. Fe-bruar eine Prager Correspondenz vom 10. und im Abendblatt vom selben Datum Nr. 75einen Wiener Leitartikel in diesem Sinne. Die ersterc wollte wissen, „daß ein Zephyrans Kremsier den Wunsch gesäuselt habe ein Vertrauens-Votum möge die morschwerdendemoralische Kraft unseres Reichstages heben; aber wenn man einen Verwundeten ans einParadepferd setzt so wird er dadurch noch nicht geheilt". S. auch „Oest. Corr." Nr. 39v. 17. Olmüzer Artikel v. 15. Februar: aus dieser Adresse leuchte „die Besorgnis hervorder Reichstag habe bisher das Vertrauen der Völker nicht besessen oder selbes mindestensverwirkt".
28) S. 28. Der nengewählte Ausschuß bestand außer dem Präsidenten Hanka undden beiden Vice-Präsidenten Graf Albert Deym und Or. Lvestka ans folgenden Mitglie-dern: Franta-8uinavsk)!, Sl. Vavra, Sabina, Rittersberg, W. Seidl, Anton Vysek, Gaue,Rott, Or. Chrudimskst, Or. Lebek, O. Aule, Stefan, Skrivan, Or. Podlipsk/, I. Slavi-bor Liblinsk/ (Kncdlhans), Or. Peeirka, Or. Pichl, Or. Spott, Fingcrhut, Hellich,V. D. Lambl, Zap, Manes, Or. Gabriel, Or. Caspar, Lpatn/, Greif, Erben, Karl Hav-lieek, Franz Havlieek, Prof. (Johann?) Jodl, Or. Kodym, Graf Hanns Kolovrat, Wunsch,Neubauer, Wiesner, Pastor Friedrich Wilhelm Kosnth, Jnrovsk/, Decker, Ruppert, Ar-beiter Chlonpek, Paul Dietrich, Or. Opitz, Tremp (?), Or. Jordan; zu Ersatzmännernwaren gewählt: Jelinek, Winter, Släma, Bratka, Kobrc, Eisclt, Gritzncr, Prochüska, Luanda.