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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Anmerkungen.

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die Regierung werde diesen Grundsatz mit den vorkommcndcn Fällen in Einklang zubringen suchen. Sowohl der Interpellant als die Kammer nahinen diese Erklärungmit großer Befriedigung entgegen. In der 169. Sitzung der Natioual-Versamm-lung zu Frankfurt 9. Februar richtete der Advocat Werner von Oberkirchen im Ba-den'schen an den Reichs-Minister der Justiz Robert v. Mohl eine den AbgeordnetenMaxim. Joseph Gritzner betreffende Interpellation. Gritzuer hatte als Hof-Secretär beimk. k. Gencral-Rechnungs-Directorium eine voin Präsidenten Grafen von Wilczek am27. Januar Unterzeichnete Zuschrift erhalten, laut welcher er wegenTheilnahme an denletzten October-Ercignissen" und der in Folge dessen gegen ihn eiugelcitctcn Crimiual-Nntersuchung von Amt und Gehalt suspendirt und ihm letzterer vom 1. Februar an ein-gestellt wurde. Darin liege, meinte Werner, eine Verletzung des Reichsgesctzes vom30. September 1848, kraft dessen Art. 1 ein Mitglied der Rational-Versammlung ohneZustimmung derselben nicht in strafgerichtliche Untersuchung gezogen werden dürfe. DieAntwort die der Minister in der darauf folgenden Sitzung vom 15. gab lief daraufhinaus, daß man nicht wisse ob die österreichische Negierung geneigt sein werde das Gesetzder deutschen National-Vcrsammlung zu respectiren. Leopold Häfncr war, wie wirwissen (Bd. I S. 124 f. Anm. °"), aus den Spielberg gebracht worden, den er spätermit der Festung Joscphstadt vertauschen mußte. Wenn man in diesem Punkte Füstcr(II S. 285) glauben darf, war Häfncr nicht ein eiuzigcSmal verhört worden und wurdesehr streng gehalten, wurde nicht einmal in den Hof gelassen um Bewegung zu machen.Plötzlich finden wir ihn frei und die Rolle die er von da an spielte, läßt wohl darauf schließendaß cs ein sonderbarer Pact gewesen sein muß den er mit der Negierung geschlossen.

8) S. 8. Das Gerede wegen der Hetzendorfcr Hinrichtungen wurde vom Pfarrer

daselbst öffentlich in Abrede gestellt. Unter den Personen die, wie es hieß, verhaftet wordenseien, befand sich Professor Schrötter vom Polytechnicum, weil er die Fabrication vonPulver für die Aufständischen geleitet haben sollte; Schrötter befand sich aber geradedamals im Begriffe eine wissenschaftliche Reise anzutrcten, ich denke nach England. Vielwurde von der angeblich am 15. Januar erfolgten Verhaftung des RechnungSrathes derk. k. Postbuchhaltung Karl Bürgermeister, der sich im Octobcr compromittirt hatte und am18. darauf verurthcilt wurde, gesprochen. In einem Wiener Brief vom 8. Januar in denLeipzigerWiener Boten" I S. 105 werdendrei sehr chrenwerthe kaiserliche Hofräthe"

erwähnt, dieals sie vom Ban Jelaeiö, bei dem sie gespeist hatten, zurückkchrten, von

den Polizei-Schergen auf offener Straße ergriffen, in Fiacres geworfen und in Haft ge-nommen wurden, in welcher sie eine ganze Nacht zubringen mußten". Die Thatsache,

die sich in der ersten Hälfte Deccmber 1848 ereignet haben müßte, ist mir unbekannt,und ich würde jedem dankbar sein der mir zum Verständnis derselbe» verhelfen wollte.. .Gegen Ende Deccmber 1848 wurde vom Ministerium der Vorschlag angeregt, eine An-zahl Individuen die sich schon seit Wochen in Haft befanden an das Criminal-Gcrichtabzugcbenda die Militair-Gerichtc ohnedies zu keinem befriedigenden Resultate kämen".Melden schien anfangs darauf eingehen zu wollen, schrieb aber am l. Januar 1849 demFürsten Schwarzenberg daß es doch bester beim alten bliebe,da die Kriegsgerichte ihreSache ganz gut machen". Wahrscheinlich hatte er beim Feldmarschall ungefragt der am7. seinem fürstlichen Schwager schrieb, Melden wisse dafür zu sorgen daß von Seite derMilitair-Gerichtc erschöpfende Resultate über das verbrecherische Treiben der Schuldigengewonnen werden; er zweifledaß die gewöhnlichen Criminal-Gcrichte hierin bessereszu leisten im Stande sein würden".

9) S. 8. OtruLina Gemeiner vom 12. Jäger-Bataillon (s. Bd. II S. 316) wurdenicht wie die früheren im Stadtgraben, sondern in der Nähe des Belvedere erschoßen.

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