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Anhang.
herzustcllen. Aber er gelang nicht. Prinz Nassau, die Unsicherheit der Heerstraße erfahrend,mußte zurückkchrc» und somit der Entschluß gefaßt werden — so bitter es auch immerwar -- bis Nima-Szombath zuriickzugchen, sich allda festzusetzen, die Emigranten aberund den ganzen Troß soweit zurückzuschiebcn, bis die Verbindung hergcstcllt und dieStraße offen sein würde.
Am 14. Februar um 1 Uhr N. M. gerade als die Nachhut-Brigade im Abzug vonTornalya quer durch das Thal gegen Beje begriffen war, rückte der Feind unter Dcm-bmski's Befehlen mit 6 starken Bataillons 4 Divisionen Husaren und 20 Kanonen gegenTornalya an. Der Corps-Commandant befand sich wie überhaupt während des ganzenMarsches bei der Nachhut, uahin Stellung und ließ die Brigade Deym, welche schonabmarschirt war, wieder vorrücken. So wurde der Feind erwartet. Ein Plänkler-Gefechtentspann sich, wobei die Husaren eine solche Keckheit entwickelten, daß sic bis an unsereGränzer heranrückten, mit ihnen zu sprechen anfingen und für Bandcrial-Husaren gehaltenwurden. Bald jedoch entdeckte man den Jrrthum und antwortete ihnen mit Dechargen;der Feind war inzwischen vorgerückt und begann sich zu entwickeln. Er wurde durchunsere Cavalcrie-Geschütze, welche ihm mit Blitzesschnelle die Flanke abgenomme», cnfilirtund so wirksam beschossen, daß er stutzte und sich gegen den rückwärtigen Wald zog.Die 12-pfttnder Batterie von uns war auch herbeigeeilt und vollendete im Verein mitden Raketteu den schleunigsten Rückzug des Feindes, der durch zwei Cürassier-Divisionenund zwei Raketten verfolgt in wilder Flucht gegen den Wald ausartete. Die vorgerückteTageszeit — es war halb sieben Uhr abends — verhinderte die weitere Verfolgung.Unser Verlust besteht in 1 Tobten und mehreren Blcssirten, dann 3 Artillerie- und1 Ciirassier-Pferdcn. Ein Cavalerie-Geschütz wurde dcmoutirt, ist aber bereits wieder inbrauchbaren Stand gesetzt.
Der von Moldau aus an den FM. Fürsten Windischgrätz in Verkleidung abgesendeteRittmeister ZsedLnyi war glücklich in Ofen angelangt, und vom Armee-Ober-Commandoinzwischen die Verfügung getroffen worden, eine Uhlancn-Escadron von Waitzcn überVadkcrt Balassa-Gyarmath und Losoncz soweit vorzuschicken, bis sie auf das Corps stoßenwürde. In Losoncz erfolgte die Vereinigung. Alles die freie Bewegung des Corps unddessen Operationen Hemmende ist theils in Waitzen untergebracht, theils in allen Wclt-gegenden zerstoben und wir stehen hier ziemlich gut.*) Die Truppen rcstaurireu sichdurch Ruhe und gute Verpflegung, die Montur, besonders aber die Beschuhung wirdreparirt, die abgängige Munition ergänzt. In wenigen Tagen wird alles dieses beendetsein und das Corps schlagfertig dastehen, um aufs neue die Offensive zu ergreifen, dieein um so schnelleres und günstigeres Resultat verspricht, da von Seite des Armee-Obcr-Commandos durch Entsendung von mehreren andern Corps in unfern Flanken allesaufgeboten wurde, um dieses günstige Resultat außer Frage zu stellen.
lN.
FML. Ramlicrg an FML. Nobili.
Kaschau den 24. Februar 1849.
Aus meinem dienstlichen Berichte vom vorgestrigen Tag bist Du zwar über die Vor-rückung der Division nach Kaschau sowie von dem Rückzug des Görgey'schen Corps nach
*) In Waitzen befanden sich dazumal bei tausend Emigranten-Familien der obern GebirgS-Comitate meist im höchsten Elend. Später zogen viele nach Pest.