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Anhang.
nicht entsprochen, nnd um wahr zu sei», die Anstalten mit so wenig Umsicht getrosten,daß die so vortheilhaste Stellung durch das von den Rebellen neu errichtete Jäger-Ba-taillon umgangen wurde, und mit bedeutendem Verlust geräumt werden mußte. DasBataillon Parma allein verlor dabei 7 Officiere, die alle todt oder doch schwer ver-wundet waren.
Nachdem diese Stellung genommen war, hielt den Feind nichts mehr ab, sichder Stadt Eperies zu bemächtigen, und als der Corps-Commandant mittelst 400 Wagenauf denen Infanterie war, dann mit der Artillerie und Cavallerie ankam, warenbereits unsere Truppen, erschöpft und niedergebeugt, auf dem Weg zwischen Eperiesund Kaschau. Zu all dem Unglück gesellte sich ein harter Frost, der die Eisdecke derTheiß wieder für Artillerie practicabl machte. Dies benützte wie natürlich der Com-mandant jenes Corps Klapka lind ergriff sofort die Offensive, indem er Kaschau be-drohte. Eperies war verloren. Jetzt galt es Kaschau zu decken; weshalb man in die festeStellung von Budimir zurückging, um den Feind allda fest zu halten, während derCorps-Commandant, sich mit dem Rest der disponiblen Truppen auf den von Tokaikommenden Klapka werfend, sich den Feind wenigstens von einer Seite vom Halse zuschaffen trachtete. Aber vergebens. Wo sich eine größere Abtheilung von uns zeigte, ver-mied der Feind jeden Zusammenstoß und zog sich zurück. Zu all dem kam noch daßdas Perczel'sche Corps, mit einem neuen Commandanten Namens Dembwski versehen,in Miskolc; eingerückt war, und um uns auch das letzte Loch zu sperre», sich von daebenfalls nach Kaschau wendete. Von einem mehrere Tausend Mann starken Husaren-Cordon im weiten Umkreis umgeben, ohne alle Nachrichten — da selbe durchgchcnds inFeindcshand fallen mußten —, von jeder Lebensmittel-Zufuhr entblößt, die verhindertund abgeschnitten wurde, von keinem andern Corps — was man endlich doch einmal mitSehnsucht erwartete — etwas hörend, war die Lage eine verzweifelte. Jedes kleine De-tachement das zur Beistellung von Lebensmitteln ausgcschickt wurde, war augenblicklichvon Husaren erspäht, und noch bevor es seinen Allstrag erfüllen konnte, von der Ueber-lnacht angegriffen gefangen oder niedergemacht. Aus jeder Höhe sah man Verräther, diedurch Zeichen oder Eilboten in unglaublicher Schnelligkeit die geringste unserer Be-wegungen verriethen. Ein Spion, der die Nachricht von unserer verzweifelten Lage nachPcsth hätte bringen sollen, war um gar keinen Preis aufzutreiben. Ich wiederhole es,nirgends hielt der Feind Stand, zog sich jedesmal zurück. Aber durch diese perfide Taktik,die — wenn man will — in kleinem Maßstab jene ist welche im Jahre 1813 die Alliirtcngegen Napoleon anwendeten, wurden unsere Truppen erschöpft, und nachdem von einemaus Pcsth, aus der Zips oder wo immer her anrückendcn Hilfscorps nichts in Erfahrungzu bringen war, dieser Zustand aber nicht länger dauern konnte, so entschloß sich der Corps-Commandant einen Kriegsrath zu halten, bei dem ich die Ehre hatte die zu berathendenVorschläge zu stellen. Sie bestanden in drei Propositionen: erstens die ganze Kraft zu sammelnllild sich über Eperies nach Galizien durchzuschlagen; zweitens aus Kaschau ein Saragossazu machen; drittens ohne einen entscheidenden Angriff abzuwartcn über Moldau, Torna,nach Umständen bis Tornalha und Rima-Szombath zurückzugehen, die Verbindung mit derDonau-Armee aufzusuchen, dem Feind dadurch aus der Schlinge zu kommen, ihn nur vonEiner Seite zu habeil, dadurch eine Operationsbasis zu gewinnen, um sodann im Einklangmit andern Corps die aufgegebcnen Vortheile wieder zu gewinnen. Für den ersten Vorschlagsprach allerdings die ursprüngliche Aufgabe des Corps, welches die Gränzen von Galizienzu decken beauftragt war. Es wäre nicht schwer gewesen den Feind zu bekämpfen nnd sichdurchzuschlagen. Sich aber mit einer so zahlreichen Artillerie Cavallerie und Kriegs-material in die Ellgpässe der Karpathen, welche gegen Galizien ausmünden, in der gegen-