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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Südslavischer Mismuth über JelaLiü.

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Haupt-Armee in Ungarn das neue und einheitliche militairische Ober-Commando auch in ihren Kreisen seine Geltung verlangte; als derkaiserliche Marschall über die serbischen National-Truppen ebenso befahlwie über die k. k. regulären; als er das serbische Gebiet unter seinenOberbefehl, unter das kaiserliche Kriegsgesetz stellte, in der k. k. Militair-Gränze die deutsche Dieustsprache wieder hcrgestellt wissen wollte. IhremPatriarchen warfen sie jetzt Lauheit Nachgiebigkeit Schwäche vor; sietadelten die langwierigen Unterhandlungen in die er sich einlicß anstatt,wie sie meinten, mit einem entschiedenen Worte fest auf dem Stand-punkte auszuharren den er bisher in unmittelbarem Verkehr mit demkaiserlichen Hoflager eingenommen hatte. Noch weit mehr fanden diekroatischen Heißsporne an ihrem bis dahin vergötterten JelaöiL auszu-setzen. War er jetzt etwas anderes als kaiserlicher General gleich einemSchlik, einem Nugent, einem Nukavina, unter den Oberbefehl des kaiser-lichen Feldmarschalls gestellt und sich demselben unterwürfig fügend wiediese?! Er war nicht unter den Seinen, er stand nicht an ihrer Spitzeals der Erste und Einzige wie im Jahre zuvor, da er als Banns vonKroatien den Ungarn den Fehdehandschuh hingeworfen.Er steht infremdem Lande, unter fremden Truppen, in fremdem Lager wo niemandseine Würde achtet, jene Würde die er zu unserem und zu OesterreichsHeile zu gebrauchen verstanden!" Gegen Ende Februar wurde viel her-umgesprochcn, und in den Kreisen der slavischen Exaltados vernahm manes mit Wonne, daß sich der Banns mit dem Feldmarschnllwegen na-tionaler Sympathien" übcrworfen habe. Allein es erfolgte bald jeneEr-klärung" worin JelaAö jenem Gerüchte widersprach und dabei versichertedaß erals österreichischer Soldat von demselben Geiste festen Vertrauensund freudigen Gehorsams gegen seinen Befehlshaber" beseelt sei, wie jederseinerWaffenbrüder in der Armee" 200). War das nicht eine Bestätigungdessen was man in südslavischen Kreisen längst geargwohnt: der nationaleBanns sei in dem k. k. Feldmarschall-Licutenant aufgegangcn?!Der Bannssteht unter fremdem Commando", hieß es in einer Correspondenz der SrbsksNovinevon der Donau" Anfang März,und seine mit Blut zusammen-gebrachten Truppen sind unter fremden Befehlen auscinandcrgezcrrt. DasDrama nähert sich dem fünften Act. Werden die Serben und Kroatenvon dieser Komödie weinend nach Hause gehen? Ist jemand da der überuns seine schützende Hand hält? Hat unser Kampf ein Ende oder müßenwir uns auf einen größern blutigern gefaßt machen?" . ..

Heifert, Geschichte Oesterreichs. IV. 3. 25