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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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III. 25. Opposition gegen die Verfassung.

Da erscheint die Charte vom 4. März. Nichts von einer Zusammen-fassung des Ländergebietes der böhmischen Krone, nichts von einem König-reich Slovenieu! Ein neues Herzogthum Bukowina, ein neues Groß-herzogthum Krakau, aber nichts von einem slovakischen Herzogthum, nichtsvon einer selbständigen Woiwodschaft! Serbien, Kroatien, Slovakei inder alten Zugehörigkeit zum Gebiete der St. Stephans-Krone! Und dieMilitair-Gränze,dieses verdienstvollste aller österreichischen Länder", nichteinmal mit einer Verfassung bedacht, aufrecht erhalten wie ehedem inseiner militairischeu Organisation als ein intcgrirender Bcstandtheil desReichsheeres!Also nach wie vor Robot, sclavische Uuterthäuigkcit, Sub-ordination, ewiger Belagerungszustand im ganzen Land, und bei alledemdeutsche Schulen, deutsche Beamte, die ganze Einrichtung, das ganzeLeben von dem fremden Deutschen angefresseu das ist der Dank füruns Slaven!" . ..

Ja Centralisation, strammes Regiment von oben, das war der ersteund bleibende Eindruck den man in den slnvischen Kreisen der ganzenMonarchie von der octroyirten Verfassung empfing.Die schöne Ideedes Föderalismus", hieß es in einem Leit-Artikel der Südsl. Ztg. Nr. 30vom 12. März,deren Realisirung wir mit abwechselnd frohen undbangen Hoffnungen entgegensahen, ist nun so gänzlich über den Haufengeworfen daß uns auch nicht eine Spur davon übrig bleibt auf der wirunser Auge ruhen lassen könnten; ein Luftgebilde, weiter nichts, dünktesie dem Ministerium lind an ihrer Stelle erscheint die Centralisation sostreng durchgeführt als dies eben in einem polyglotten Staate möglichist. Die Grundlage unseres, wie wir jetzt sehen, nur geträumten Zu-kunftsgebäudes hat der Octroi mit einem Schlage vernichtet." AlleNationen, so verschieden sie sein mögen, müßen jetzt dieschwarz-gelbeLivree" anziehcn. Jeder Unterschied derProvinzen", die fortan nurVerwaltnngsgebietc darstcllen, hört auf.Den einzelnen Kronländern",klagt Llaveilski In§ am 10.,ist nicht einmal so viel Autonomie ge-wahrt als früher bei uns jedes Dorf, jede Gespanschaft und Stadt-gemeinde besaß."Was bleibt den Ländern?" fragte Havel Borovsk/.Ackerbau Bauwesen Armenanstalten, das ist wahrhaftig eine Satyreauf die Selbstverwaltung! Dann die näheren Anordnungen im Gemein-wesen, in Schul- und Kirchenangelegenheiten, endlich der ,Vorspannsjeder sieht daß davon nur der Bratspieß den Ländern gelassen ist, derBraten selbst wird in Wien aufgegessen." Dem Ministerium stehe nach