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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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IH. 24. Demonstrationen in Prag.

znsammentraf was sich irgendwie in der österreichischen Slavenwelt be-merkbar machte. Noch bis in die ersten Märztage hinein flößen ihraus böhmischen Städten Vertrauens-Adressen für den Reichstag mitHunderten, tausenden von Unterschriften zu, obwohl sie selbst mit denböhmischen Abgeordneten in Kremsier durchaus nicht zufrieden war. Siewaren ihr zu fügsam, zu wohldiencrisch gegen die Regierung; das Mini-sterium, warnte sie dieselben, werde ihnen schmeicheln so lang es ihreDienste brauche, und sie wie eine ansgepreßtc Citrone wegwerfen wennsie ihrer nicht weiter bedürfe. Was den Verein selbst betraf so wußteer ganz gut wie er bei der Regierung angeschriebcn war, und daß diesenur auf eine Gelegenheit lauere ihm den Garaus zu machen. Es gabunter seinen besonneneren Mitgliedern immer solche die mahnten mansolle nicht zu weit gehen, man solle manchen Bestimmungen der Statute»,die den Stempel der stürmischen unklaren Zeit trugen in der sie geschaffenworden, eine minder schroffe Fassung geben. Allein dann kam wiederder angeborne Trotz dazwischen, das Rieger'scheUsckegino ss" oder,wenn man will, das jesuitische:8int nt sunt aut non siut", und mitallen guten Vorsätzen hatte es ein Ende.

Am 7. März hielt der Prager Stadtrath eine Sitzung, in welcherdie dem böhmischen Cicernacchio seit beinahe Jahresfrist verheißeneNational-Belohnung" berathen werden sollte. Man mußte anwesend sein nm dieUeberschwänglichkeiten zu vernehmen womit einer der Väter der Stadtden andern in Lobpreisung dieses zu einer Berühmtheit hinaufgeschranbtengemeinen und völlig ungebildeten Menschen zu überbieten suchte.PeterFaster", rief Dr. Horäöek,ist der Petrus der uns mit dem goldenenSchlüße! den Dom der Freiheit geöffnet hat." Als es zur Frage desWie kam beantragte Fcrles eine jährliche Gabe von 1000 fl. aus denStadt-Renten, Hanke den ungetheiltcn Nutzgenuß der ehemals Steinitzl-schen Gastnahrung nächst dem Kleinseitner Brückenthurm für Faster aufLebenszeit und für dessen Erben bis zur Großjährigkeit des jüngsten seinerKinder. Dieser letztere Vorschlag wurde angenommen, und des weiteren fest-gesetzt: am 11. März, dem Jahrestage der Versammlung im St. Wenzels-bade, solle nach feierlichem Gottesdienst in der Tcyn-Kirche die Ausferti-gung und Uebergabe der Schenkungsurkunde stattfinden. . .

Man befand sich in der Stadt noch in voller Aufregung über diesenBeschluß, gegen den sich nicht wenige als ein heilloses und unverantwort-liches Gebühren mit dem Säckel der Bürger ereiferten und insbesondere