Major Huyn und die „Polen im Frack".
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mehr zu sehen. Auch Felsenthal, der seine Aufgabe in Krcmsier so gut er-kannte erfüllt hatte, war nach Wien zurückgegangen; die Journalistenhatten sich bis auf den letzten Mann verloren 21 "), Major Huyn, welchemvor Ungeduld den Wicderausbruch der Feindseligkeiten in Italien nichtzu versäumen der Kremsierer Boden unter den Füßen brannte, berichtetenach Wien, von wo Schwarzenberg zurückschrieb: „74 Polen scheinen mirnoch immer einen Krystallisationspunkt für die Confusion zu bieten, undder soll in jedem Falle vorgebeugt werden." Das hieß mit andern Worten:Huyn sollte ausharreu bis der letzte Abgeordnete Kremsier verlassen habenwürde. Wie lang konnte das dauern? In polizeilichem Wege erfuhr derMajor daß die polnischen Herren ganz gemüthlich die bessere Jahreszeitabwarten wollten. Und der italienische Krieg?! Huyn war bald ent-schlossen. Er bat einen der galizischen Herren zu sich, es war Samstagam 10., und fragte ihn um die Ursache seines und seiner Genossen ver-längerten Aufenthaltes in Kremsier. Aus der Antwort war zu entnehmen,daß sich die Herren zur Rückkehr in ihre Heimat nicht entschließen konntenweil sie dort Unannehmlichkeiten wegen ihrer reichstäglichen Haltungfürchteten; daß sie daher einstweilen hier das weitere abwarten wollten.„Ja, meinen Sie", nahm der Major das Wort, „so lang in Kremsierzu bleiben bis die Saison kommt wo Sie die Bäder von Karlsbad oderMarienbad besuchen können? Ich erlaube mir Ihnen mitzutheilen daßich die gemessene Weisung habe nicht früher von hier zu gehen als nichtder letzte Reichstagsabgeordnete abgereist ist. Aber ebbnso bestimmt er-kläre ich Ihnen daß ich nur noch vierundzwanzig Stunden in Kremsierbleibe. Sie sind Cavalier, ich brauche mich wohl nicht deutlicher zu er-klären." „„Ich verstehe vollkommen"" 2 ").
Am andern Morgen empfing Huyn die Meldung daß kein Ab-geordneter mehr in Kremsier sei. Er fuhr nach Olmüz um sich vor seinemAbgänge zur Armee Sr. Majestät vorzustellen. Der Kaiser kam ihm raschentgegen, hörte seinen mündlichen Bericht mit sichtlicher Freude, daß allesruhig abgelaufeu, an und schüttelte ihm dankend beide Hände. Mit demMorgenzug des 13. fuhr Huyn nach Wien ab.
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Es ist noch, ehe wir von Kremsier Abschied nehmen, über die nächstenSchicksale derjenigen zu berichten welche die Stadt auf unfreiwillige Weiseverlassen hatten.