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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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III. 20. Vom 6. zum 7. März 1849.

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nicht gerathencr wäre die bezüglichen Druckschriften jedem einzelnen Ab-geordneten znzuschicken und den Präsidenten zur Einberufung einer Sitzung Iwo aufzufordern, wo die Verfassung als Ganzes zur Abstimmungund Annahme vorgelegt würde?! Darüber verging eine halbe Stundenach der andern; der Zeiger an der Uhr ging auf 1t Uhr los wo derPrager Zug Olmüz passirte. Graf Huhn, der nun keinen Augenblickzögern durfte um mit dem Morgen an Ort und Stelle zu fein, erbatsich unverweiltes Gehör und trat mit der Erklärung unter die Minister:Ich verzichte auf eine Instruction, wenn mich Euer Durchlaucht genauund bestimmt über einige Punkte aufklären wollen. Erstens: Ist es desKaisers Wille und Befehl daß der Reichstag aufgelöst werde?" Gewiß!Zweitens: Ist dem Reichstag zu gestatten noch einmal zu einer Sitzungzusnmmenzutretcn?" Unter keinen Umstünden!Drittens: Ist sonst inKremsier oder im Weichbilde der Stadt eine Versammlung von Abge-ordneten zum Zwecke von Adressen oder Protesten u. dgl. zu gestatte» ?"Ebenso wenig!Ich danke Euer Durchlaucht, ich habe die Instructiondie ich brauche und werde darnach handeln!" Ungefähr um 1 Uhrnachts, während die beiden von Olmüz mitgenommenen Compagnienvon der Eisenbahn-Station Hullein nach Kremsier marschirten, langtenMercandin und Huhn in den Appartements Stadion's in der erzbischöf-lichen Residenz ein und waren sehr erstaunt zu vernehmen daß sich derMinister in lebhaften Verhandlungen mit mehreren Abgeordneten befinde;sie zogen sich, weil niemand von ihrer Anwesenheit etwas wissen durfte,in Seitengemächer zurück und warteten den Schluß der Berathung ab.

Es war gegen die dritte Morgenstunde des 7. März als die Versammeltenauseinandergingen, nachdem ihnen Stadion das Versprechen abgcnommenhatte über das was vorgefallen bis zur Entscheidung unverbrüchlichesStillschweigen zu beobachten, wogegen er ihnen zusagte sich ohne Auf-enthalt nach Olmüz zu verfügen und für eine Aenderung der dort ge-faßten Beschlüße zu wirken. Nachdem alle bis auf den Hausherrn undHelfert fort waren, trat der Major aus seinem Cabinete hervor.Wasmachen Sie hier?!" fuhr ihn Stadion in seiner Erregtheit an.EuerErlaucht wissen wohl daß morgen der Reichstag aufgelöst wird unddazu bin ich hier!""Das kann nicht sein! Ich werde das auf diebeste Weise machen. Ich habe mich eben der Zustimmung der Abgeordnetenversichert daß sie die Verfassung en dloo annehmen werden. Eine Ge-waltmaßrcgel ist daher nicht nothwendig und sehr gefährlich."Das