Die Minister von Kremsier nach Olmüz.
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Fürst Schwarzenberg besorgte nichts so sehr als daß die Einzufangenden,obwohl dafür Sorge getragen war sie in Kremsier durch eigens dazuausgestellte Polizei-Beamte zu überwachen, dennoch „Wind bekommen"und „das weite suchen werden, vor man ihrer habhaft wird".
Am 4. hatten die Minister Kremsier wieder verlassen. In denschwarz-roth-goldenen Abgeordnetenkreiscn wurde gemnnkelt, sie gingennach Olmüz wo eine große Conferenz über die deutsche Frage stattfindcnwerde und nebst allen Ministern auch die drei Sendboten aus Frankfurtcintrcffen sollten. Aber auch in den andern Gruppen des Hauses knüpfteman an die vorübergehende Anwesenheit der Räthe der Krone neue Hoff-nungen, lobte sich den Constitutions-Entwurf dessen allgemeinen Inhaltnun schon viele kannten, weil er den Centralisten eine starke Reichsgewalt,den Föderalisten landtägliche Autonomie in der Verwaltung zu verbürgenschien, und erzählte sich mit Vergnügen Stadion habe sich geäußert: erwürde keinen Anstand nehmen den Entwurf wie er sei zur Annahme zuempfehlen. Dann gab es wieder Zweifler die auf alle diese Zeichen nichtsgaben, wobei sie ans den Ton der amtlichen und halb-amtlichen Blätterin allen Kronländern hinwiesen, die in jeder möglichen Tonart das Themavariirten hinter dem Ministerium stehe das Volk, was sich nicht andersdeuten lasse als daß die Regierung damit umgehe dem Reichstag einbaldiges Ende zu bereiten. „Sie stecken in den Clubs die Köpfe zu-sammen" , schrieb Etienne in jenen Tagen nach Leipzig, „gleich einerscheuen Heerde von Schafen und haben nicht einmal den Muth ihrMandat in Masse niederzulegen"*).
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Wenn der Obmann des Constitutions-Ausschußes am 2. März derKammer mitgetheilt hatte, man sei mit dem Verfassnngswerke zu Ende,so war dies thatsächlich wohl nicht ganz richtig, da auch noch an denbeiden folgenden Tagen allerhand zu schlichten war. So kam man inder cilfteu Stunde noch einmal auf die Länder der ungarischen Kronezu sprechen. Die Redactions-Commission beantragte für diesen Zweck dieStreichung des Z. 6: „Die Aufnahme eines neuen Kronlandes in den
*) Leuchtthurm dir. 10 S. 157.
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