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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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206 III. 1. Der Bischof von PrzcmtM und der Abgoordnolo für Tacho».

Er war im Grundsätze für die Emancipation der Kirche.Sollte ich die sooft aufgeworfene Frage ob die Kirche über dem Staate, neben dem Staate,gegenüber dem Staate, in dem Staate oder außer dem Staate steht, mitbestem Wissen und Gewissen beantworten müßte ich sagen: die Kirche stehtnicht unter dem Staate als dessen Tochter; denn sie ist nicht ans ihm hervor-gegangcn, sie stammt von Gott, der Herr nennt sic sein Reich. Sie stehtnicht neben dem Staate als dessen Gefährtin; denn sie ist das Reich derinneren und ewigen Glückseligkeit, der Staat dagegen der äußeren nndirdischen. Sie steht nicht gegenüber dem Staate als dessen Feindin; dennsic lehrt ausdrücklich daß es keine Gewalt gibt die nicht von oben kommtund daß jene die da besteht von Gott angeordnet ist. Sie steht, was ihrenZweck betrifft, über dem Staate, gleichwie das ewige heilige unverän-derliche höher steht als das zeitliche eitle und vergängliche, gleichwie derGeist des Menschen höher steht als sein Körper. Sic steht als ein äußererBcrband in dem Staate: wie sie alle Rechte des Staatsbürgers genießthat sie anch alle Pflichten des Staatsbürgers zn tragen. Was endlich dieerhabensten Bestrebungen der Menschheit betrifft geht sie mit dem StaateHand in Hand. Deswegen sagte recht gut der Erzbischof ClemensDrvste-Vischcring von Köln, dieser ehrwürdige Vorkämpfer der kirchlichenFreiheit: Beiderseitige Selbständigkeit nnd wechselseitige Freundschaft."Wahrlich, der Bischof von PrzcmtM konnte diese schönen Sätze mit beidenHänden unterschreiben. Aber wenn schon der Eingang von Sidon's Redemit möglichst vielen und scharfen Hieben gegen den Episcopat, die Hier-archie versetzt war, die er des Absolutismus mehr als den Staat be-schuldigte, deren Helfershelfern, geistlichen Räthcn nnd Consistoricn cs nurdarum zn thnn sei den übrigen Clerns mnndtodt zu machen: so mußteman, je weiter er in seinen Auseinandersetzungen fortfuhr, sich mit Staunenfragen was denn schließlich von der von ihm an die Spitze gestelltenEmancipation der Kirche übrig bleibe? Er verlangteUmwandlnng derKirche im constitutionellen Geiste" nnd darum zuvörderstweise gesetzlicheBestimmungen über das Kirchenvcrmögcn nnd über die Wahl der Kirchen-vorstcher, unbekümmert um die Episcopnts-Adrcsscn, die Consistorial-Cnrrcndcn, um die Sammlungen von Unterschriften ans Petitionen umBeibehaltung kirchlicher nnd pfarrlichcr Grundstücke, um Beibehaltung derStola, des Zehents und der übrigen pfarrlichcn Grundstücke, mit einen»Wort um Beibehaltung des statns g;no. Meine Herren, sowie in jedemandern Stande gibt cs anch bei uns Riescnzöpfe (Heiterkeit), die bis