Sitzung vom März 1849.
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tragenden Rest zu einem summarischen Bcrfnhrcu hcrbcifinde» ? mit einemsnlto inoi-tnlc: über die zweite Hälfte der Grundrechte und das gesummteweitere Verfassungswcrk hinübersctzen? dasselbe ohne Bcrnthnng im Hausedurch einfache Abstimmung entweder als „souveraincr" Reichstag zum Ge-setze erheben oder der Krone als mitwirkendcm Factor zur Bestätigungvorlcgen?! . . Bezeichnend genug daß Vorschläge solcher Art anftnnchtcnund ganz ernsthaft in Erwägung gezogen wurden.
Feifalik gab eine kurze Geschichte der Arbeiten des Ausschußes. Seitdem 10. Januar, an welchem Tage das Fünfcr-Comitö seinen Entwurfübergeben hatte, war der Constitutions-Ausschuß in Permanenz geblieben;nahezu ein Halbhnndert Sitzungen sei an dem Werke gearbeitet worden,das nun dem Drucke übergeben worden sei um in wenig Tagen in dieHände der Mitglieder zu gelangen. „Unterziehen Sic den Entwurf eineraufmerksamen Würdigung", so sprach er zuletzt mit Wärme; „cS werdenIhnen dabei jene Partieen nicht entgehen welche als das Resultat heißesterGegcnstrcbnngen und vorläufigen Ucbcreinkoinuiens zwischen den Vertreternder einzelnen Nationalitäten, zwischen den Interessen der größeren undkleineren Ländcreinheiten anznschen sind. Prüfen Sie diesen Entwurf mitaller Aufmerksamkeit, mit aller Strenge, wir wünschen es. Wenn Sicaber die Bcrathungcn hier in diesem Saale beginnen, dann, meine Herren,bitte ich Sie nicht zu vergessen daß sic die Principien eines freien po-litischen Lebens schaffen sollen, nicht blos für die einzelnen Länder sondernauch für unser gesnmmtes Vaterland an welchem wir mit Liebe hängen(Bravo). Dann bitte ich Sic, meine Herren, nicht zu vergessen daß Sicdie Bande weben sollen, fest und »nzerrcißlich, aber nicht verletzend, fürdie verschiedenen Völkerstämme unter sich und mit ihrem vielgeliebtenKaiser!" (Lebhafter Beifall). . .
Den Gymnasial-Kntechelcn aus Jiöin kennen wir bereits. Er ge-hörte gleich Pilteri zu den gern gehörten Rednern der Kammer, und ausdem gleichen Grnnde, weil man immer versichert sein konnte daß manetwas zum lachen bekommen werde. Es war ein cigenthümlicher Knnzel-und Käthedcr-Mann. Ein volles roth glänzendes Gesicht mit einem großenzahnarmcn Munde, immer zu einem breiten Lächeln gezogen, das die Mund-winkel in fortwährend spielender Bewegung hielt, wozu die kleinen klugenAngen listig und selbstgefällig blitzten und, wenn er in seinem derben Böhmisch-Deutsch sprach, wie nach Zustimmung unter den Zuhörern nmhcrsuchten,mochte er nun von den ernsthaftesten oder von den spaßhaftesten Dingen reden.