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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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294 18 . Der Bischof von PrzcmyLl und der Abgeordnete für Tacho».

der Kirche wie in Ungarn we> die Bischöfe ein enormes Einkommen haben;die Apostel seien arm gewesen, wollten keine Güter verwalten; das seijetzt nicht der Fall, einige hätten viel und arbeiteten wenig, andere hättenwenig und arbeiteten viel; früher sei der Bischof verpflichtet gewesenseinen Diöcesan-Clerns zu erhalten, das sei jetzt in Vergessenheit gerathcnn. dgl. m. Seine Rede die er mit sarkastischen Ausfällen gegen dieKirchen-Obcrn würzte erntete manchesBravo", aber noch mehrHeiter-keit" abwechselnd mitZischen". Sein Amendement, das die Kirche ganzunter die Aufsicht des Staates gestellt, die Seelsorger vom Staatebesoldet, das Kirchcnvcrmögen vom Staate verwaltet wissen wollte, fandkeine hinreichende Unterstützung.

In der Sitzung am 2. März, welcher die Minister Stadion undKraus beiwohnten, erhob sich, nachdem das Haus zwei längere Inter-pellationen Wildner's über die ungarische Frage und Strnsser's über dieEinwechslung der Banknoten nngehört hatte, unter allgemeiner SpannungFeifalik als Vorstand des Eonstitutions-Ansschußcs, von dessen Mit-gliedern mehrere mit weiß-roth-goldcnem Bande geziert im Saale er-schienen: den lothringischen Farben die man für das Wappen Ncn-Oestcr-reichs gewählt hatte. Sie hatten am gestrigen Tage mit zwölf Stimmengegen cilf entschieden daß Süd-Throl von Nord-Throl nicht getrenntwerden solle, und Feifalik konnte mit den inhaltschwercn Worten be-ginnen:Ich fühle mich glücklich dem hohen constituirendcn Reichstageanzuzeigcn daß die Eonstitution im Entwürfe vollendet ist." Lang an-haltender stürmischer Beifall lohnte diese Mitthcilung; denn es war jaals ob die Gcmüthcr von einem Alp befreit würden, von dem Vorwurfeendloser Verschleppung des Berfassungswcrkes der dem Reichstage vonallen Seiten in die Ohren tönte! Wohl bedachten die sich selbst beglück-wünschenden Abgeordneten dabei nicht, daß ja mit jener Thatsache nochwenig gewonnen sei; daß man das dritte Monat die Grundrechte bcralhcund kaum über die Hälfte der Paragrnphe hinaus sei; daß die jetzt vor-zuuehmcude Abthcilung mehr als doppelt so viel Parngraphc enthalte, vondenen jeder einzelne wichtiger sei und größere Meinungsverschiedenheit anden Tag bringen werde als z. B. die Bestimmungen über das Vcr-sammlungsrccht oder die Preßfreiheit. Oder sollte inan, nachdem man jedeeinzelne Bestimmung der Grundrcchle genau beratheu und jeder Stimmedarüber Gehör gegeben, sich über den viel umfangreicheren und weiter-