.Reichsländer".
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thümer re. besäßen keine Krone sondern nnr einen Hnt, man müßtealso „Krön- nnd Hut-Länder" sagen*). Zuletzt einigte man sich auf„Reichsländer". Diese nun dürften, so sprachen die Föderalisten, nichtzu gering an Umfang sein. Warum sollten, meinte Pinkas, nicht Nieder-em!) Ober-Oesterreich mit Salzburg zu einem Rcichslande vereinigtwerden, Schlesien nicht in seiner politisch-administrativen Verbindung mitMähren bleiben? Länder deren Vertretung in einem Kreistage aufgchcseien eine Anomalie**). Gegen diese Auffassung wehrten sich die Vertreterder kleineren Reichsländer, und ganz besonders kam der Antagonismusvon Schlesien gegen Böhmen wiederholt zu scharfem, ja verletzendenAnsdruck. Wenn Ferdinand V. in Prag gekrönt worden, bemerkte Hein,nnd Schlesier „ans Neugier" mit dabei waren, so beweise das gar nichts;„die Böhmen mögen immerhin in der Einbildung leben daß sie ein un-abhängiges Königreich bilden, sie bleiben doch nnr eine Provinz." Erbeantragte Schlesien als besonderes Reichsland***). Lasser wies auf die„tausendjährige Geschichte" von Salzburg hin. „Wir verlangen", sagteer, „nnr unser gutes Recht und daß eine Provinz zu einer Zeit nichtvernichtet werde wo Recht nnd Freiheit als Parole gelten." Als es sichfrug welches Gebiet dem „Herzogthum" Salzburg zugewiesen werdensolle, erklärte er sich bereit die Hälfte des Jnnviertels bei Ober-Oesterreichzu belassen; dagegen werde sich zeigen daß nicht unbedeutende Parcellcnvon Tyral ehemals znm Salzburgischcn gehörten si). Scholl trat fürKärnten als „selbständiges" Herzogthum ein. Goriup forderte für dieGrafschaft Görz „dasselbe Recht welches andere Provinzen für sich bean-spruchen". Der Vorarlberger Ratz vcrtheidigtc seine „seit ihrer Ver-einigung mit der Krone Oesterreichs in ständischer Beziehung immer alsselbständig erkannte Provinz"; man habe „die Politische Todesstrafe inden Grundrechten aufgehoben", wolle man dieselbe über ganz Vorarlbergverhängen? Gobbi warf sich zum Ritter der „politischen Selbständig-keit" von Triest ans. Filippi wünschte die beiden Lnssin nnd überhauptdie Inseln des Quarnero zu Dalmatien geschlagen, wo ihm aber Mado-nizza mit gegründeten Einwendungen entgegcntrat sisi).
*) Protokolle S. I17f.
**) Ebenda S. 16 f.
***) Ebenda S. 38, 68.ck) Ebenda S. 22 f., 124.ts) Ebenda S. 17- 19, 23, 25f., 28.
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