AuflösuiigSbefürchtuiige» unter den Abgeordneten.
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Punkt entscheide» sollte war der noch nicht in Bcrathung genommene10., und in Abgeordneten-Kreisen wurde ganz ernstlich davon gesprochendaß die Hanaken gedroht hätten den Reichstag, wenn er die Inden cman-cipire, zu sprengen
Zn all diesen Unannehmlichkeiten Verstoßen nnd Widerwärtigkeitenkam nun im Schoße des Reichstages ein Vorgang der die Regierungaufs höchste verletzen mußte, aber auch in weiteren Kreisen Unwillen, jaAbscheu erregte. Er galt einer persönlichen Angelegenheit die mitten indie Verhandlungen über die Kirchenfragc, mit der sic sonst nichts znschaffen hatte, hineingefallen und, weil sie die Interessen eines Mit-gliedes des Hauses betraf, mit aller Heimlichkeit behandelt worden war.Rur den unerwarteten Ansgang erfuhr man im Publicum.
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Ein Bauer, oder wie sie in der Reichstagssprache hießen „Wirlh-schaftsbcsitzcr" ans dem Dorfe Maisetschlng (MySüanh) im WahlbezirkeKrnmau den er vertrat, hatte nach dem Octobcr-Rcichstagc im Wirthö-hause höchst aufreizende Reden gegen die Regierung, gegen Windisch-Grätz,den Fürsten Felix Schwarzenberg geführt nnd an den Kaiser Ferdinand„eine zwar äußerst intime, aber auch unter Bauersleuten beleidigendeEinladung" ergehen lassen^»). Auf dieses hatte ihn das Budweiser Cri-minal-Gericht mit Beschluß vom 29. November 1848 Z. 4800 des Ver-brechens der „Störung der inneren Ruhe des Staates" bcinzichtigt nnd cswar darauf mittelst Zuschrift des Obersten Gerichtshofes der Reichstagum die Zustimmung ersucht worden daß gegen den Abgeordneten Kamidas gerichtliche Verfahren eingeleitet werde, 12. Januar 1849. Es warei» eigener Ausschuß überwiegend ans Juristen zusammengesetzt worden ^),der in der Sitzung vom 9. Februar seinen Bericht zu erstatten hatte.Allein als die Angelegenheit an die Reihe kam erklärte der Obmann desKaim-Ansschußes Dr. Franz Schmitt, es sei in der letzten Sitzung einneuer Antrag gestellt worden der sich noch im Stadium der Verhandlungbefinde, daher der Ausschuß heute nach nicht in der Lage sei seinen Berichtzu erstatten. Wiser fügte in etwas mysteriöser Weise hinzu, die Gründedieser Verzögerung würden „bei Vorlage des Berichtes mehr verdeutlichtwerden" und er könne in Kürze nur sagen „daß vielleicht die ganze An-gelegenheit ans eine jedenfalls sehr ehrenvolle Art enden dürfte".
Helfert, Geschichte Oesterreichs. IV. S. 17