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II. 15. Auf den andern Kriegsschauplätzen.
Conv.-M. zur Deckung der Kriegskasten die von Semliu unch dem Buuutgebracht werden sollten.
Um so mehr mußte nach all diesen günstigen Anzeichen überraschenwas jetzt eintrat. Denn ans Belgrad kam an die fürstlichen Hilfstruppender Befehl in ihre Heimat zurückznkchren, da das Gebiet der Woiwodschaftvom Feinde gesäubert und somit der Zweck deö von den Nnterthanendes Fürstenthnmes ihren Stammesbrüdern zu leistenden Beistandes er-füllt sei. Kniüani» berichtete an den Chef des österreichischen Armee-Corpöden erhaltenen Auftrag und bat daß man ihn und seine Landsleute ansdem kaiserlichen Dienste entlasse. General Thodoroviö marschirtc miteinem Theile seiner Gränzer nach Banatisch-Kanizsa wo er sein Haupt-Quartier aufschlug; NajaöiL hatte in dieser Zeit das seine in Groß-Becskerek. In einem ans Oroszlümos vom 28. datirtcn Aufrufe nahmKniLanin von seinen stammverwandten österreichischen Kampfcsgenosscn Ab-schied. Seine und seiner Truppen Bemühungen, sagte er, werden ihrenschönsten Lohn darin finden wenn es ihnen vergönnt sein werde nebenden Gräbern der für ihr Volk gefallenen Waffenbrüder den Baum derFreiheit erblühen zu sehen. Er schloß mit den bedeutungsvollen Worten:„Ich bin von der Hoffnung erfüllt daß die Serben, die blos die Saveund die Donau trennen, auch künftig, wo immer sich die Gelegenheitdazu ergeben wird, einander beistehen werden." Die Freiwilligen wurdenauf Dampfern eingeschifft und die Theiß und Donau abwärts nachSemlin geführt wo sie einige Tage cinqnartiert blieben, in ihrer buntenKleidung die Stadt belebten und auf den Straßen kostbare Frauenstoffeund andere erbeutete Gegenstände, darunter auch eine Kirchcnglocke, zumVerkaufe ausboten. Zahlreiche Zigeuner, auch einzelne Türken strömtenzusammen, so daß Semlin das auf eine so große Einquartierung nichtvorbereitet war ein ganz ungewohntes Aussehen bot. Am Morgen undAbend wurden, so lang Kniüanin in der Stadt weilte, ans einem aufdem Marktplatze aufgestellten Sechspfünder drei Salven gegeben, wobei,da man das Pulver nicht sparte, manche Fensterscheiben sprangen undzartnervige Hausfrauen in wiederholten Schrecken geriethen. Dazu Zapfen-streich Musik Gesang, aber auch allerhand Zank und Streit, so daßman den bis an die Zähne bewaffneten Gästen alles gab und that wassie wünschten um sich nur keine Unannehmlichkeiten zuzuziehen*). Am
') Correspondenz des Prager Ab.-Bl. S. 401 aus Syrmie» 15. März.