Abberufung der >Lerbia»er vom Kriegsschauplatz.
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9. März ließ Kuiönnin seine Truppen nusrücken. Der venu Fürsten Alexanderabgeordnetc Sectionschef Nikoliö verlas ein Schreiben in welchem der Fürstden wichtigen Diensten, die seine Serben im Kampfe gegen die Unterdrückungihrer Stammesbrüder geleistet, alle Anerkennung zvllte. Sodann hielt Kni-öanin eine Ansprache und machte ihnen bekannt daß der Patriarch in einemsoeben an ihn eingelangten Erlasse jene Freiwilligen aus dem Fürstenthnme,die gegen einen Monatssold von 20 fl. Conv.-M. weiter dienen wollten,anfforderte sich bei ihm zu melden. Auf diese Einladung erklärten sich bei2000 Mann bereit auf den Kriegsschauplatz zurückzukehren. Die übrigenwurden einige Tage darauf nach Belgrad hinuntergeschifft. Knidanin selbstblieb in Semlin zurück, es hieß er werde eine Reise nach Wien antretcn.
Die Heimrufung der Serbianer machte begreiflicherweise um sogrößeres Aussehen je unerwarteter sie eingetretcn war, und gab zu denverschiedenartigsten Redereien Anlaß. Einige vermutheten britische oderfranzösische Einflüße, andere riethen auf eine Einsprache der Pforte, dieDritten wollten wissen die fürstliche Regierung habe.einem Wunsche Ruß-lands nachgegeben. In österreichisch-serbischen Kreisen witterte man aller-hand Ränke: es sei gelungen der Anwesenheit und heldenmüthigen Aus-dauer der Serbianer in den kaiserlichen Staaten unlautere Absichten zuunterschieben; darauf hin habe Fürst Alexander dem dies zu Ohren ge-kommen die Heimkehr befohlen*). Die Sache scheint indessen ganz einfachzu liegen. Die Provinzial-Serbeu, und so auch ihre Gefährten aus demFürsteuthum, hatten nie ein Hehl daraus gemacht daß es ihnen einzigdarum zu thun sei den eigenen Herd und Boden zu vertheidigen, vom Feindezu säubern. Doch jüngster Zeit waren sie dem k. k. österreichisch-serbischenArmee-Corps einverleibt worden das nach des kaiserlichen Oberfeldherrnausdrücklicher Erklärung durchaus nicht an die Maros- oder untere Theiß-Linie gebunden, sondern dort zu kämpfen berufen war wohin es dasWohl des Allerhöchsten Dienstes rief.. Nun waren allerdings die Serbianerkeine regelmäßig geworbenen Truppen, allein sie galten doch als Con-tingent des Fürstenthums, und iu dieser Hinsicht konnte es aus Gründender inneren wie der äußeren Politik nicht gleichgiltig erscheinen wenn sieunter dem militairischen. Oberbefehle eines fremden Staates zu Actionenverwendet wurden mit denen ihre Regierung nichts zu schaffen hatte.
st.
*) Erlebnisse im öst.-serb. Armee-Corps S. 145 f.