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II. 14. Militair-Revolte in Tisza-Fürcd.
hatte er an Hertelendy die Weisung geschickt Görgei zu fragen ob er sichdem Befehle des Oberfeldhcrrn zu fügen gedenke; sollte der General inseinem Ungehorsam verharren so möge ihn Hertelendy „bitten" mindestensso lang auszuharren bis er durch andere Truppen abgclöst würde.Dembmski hatte sich bereits zur Ruhe begeben als Nöpäsy und Scknlichan seiner Lagerstatt erschienen und ihn beschworen er möge nicht darauf be-stehen daß Poroszlö gehalten werde; sie waren offenbar das Organ Görgei's,da Scknlich dieselben Gründe brauchte auf die sich Görgci selbst zur Vcr-theidigung seines Satzes berief daß sich die Stellung in Poroszlo „miteinem langen offenen nicht zu vertheidigenden D4filö im Rücken" nicht be-haupten lasse. Dembmski hieß sic schlafen gehen und legte sich ans dieandere Seite um den gestörten Schlummer von neuem zu finden *).
Die Antwort Görgci'ö auf den Befehl Dembiüski's war ein trotzigerund grober Brief, worin er demselben vorrückte wie er, nachdem er selbstdie günstigen Gelegenheiten den Feind zu schlagen bei Tornalja Kcrccscndund Mezü-Kövcsd versäumt, nun ihm, Görgei, zumuthen könne, zweiDivisionen des besten Corps das die ungarische Armee besitze nutzlos hin-schlachten zu lassen?! Er gab darauf den Befehl zum Rückmarsch derum 1 Uhr nach Mitternacht angetreten wurde. Am 3. März morgensmarschirte er mit klingendem Spiel in Tisza-Füred ein. In Poroszloblieb nur Hertelendy mit seinen Husaren, von denen er Strcifwachcngegen Eger-Farmos Lövü Jvänka aussandtc ohne eine Spur mehr vonden Kaiserlichen zu entdecken. Bei einem dieser Strcifzüge stieß man ansdie in der Nacht vom 28. Februar znm 1. März bei Eger-Farmos imSumpfe stecken gebliebenen Geschütze und Pnlverkarren, die nun flottgemacht und nach Poroszlo gebracht wurden.
14.
In Pest war, wie wir uns erinnern, der Banns mit einer ge-ringen Trnppenmacht zurückgeblieben. Täglich 12 Uhr bei der Ablö-sung der Wache war Militair-Musik vor seinem Corps-Quartier,wozu in der Regel eine Menge Zuhörer sich einfand; JelaöiL weilte,
*) Danzer I S. 225—228 mit dem Wortlaut und der GeschästSzahl des auNöpäsy gerichteten Schreibens vgl. mit Görgei I S. 270.