Görgei räumt Poroszlü.
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der Feind, mit einem stundenlangen Döfilö in seinem Rücken, Willenssein könne stand zu halten", blieben die Generale dennoch bei ihrerMeinung.
Uebcr die weitere Frage des Corps-Commandanten: wo man dieNacht zubringen solle, war es wieder Zeisberg der zuerst das Wort er-griff und die Stellung bei Poroszlö für zu gefährlich erachtete um nichtdie Besorgnis einer Umgehung in der Nacht zu hegen; auch fehle es ander Verpflegung. Nur Generäl Wyß war der Meinung daß man dieStellung die man gewonnen behaupten solle, die andern Stimmen fielenZcisbcrg bei und es wurde sohin beschloßen die Truppen auf Mezü-Tär-kany, bei vier Stunden von Poroszlö zurückzuziehcn. „Sie haben ge-sehen", sprach der Corps-Commandant zuletzt den Flügel-Adjutanten desOberfeldherru an, „daß ich den Feind angreifen wollte; aber gegen dieAnsicht meiner Generale war mir dies nicht möglich"*).
So standen die beiden Gegner, jeder den andern für stärker haltendals er wirklich war, bis zur eiubrechendcu Dunkelheit einander gegenüber,um sodann jeder ungesehen von dem andern den Rückzug anzutretcn.Dabei ereignete sich auf kaiserlicher Seite ein cigenthümlicher Zwischen-fall. Der Troß des II. Armee-Corps war in Eger-Farmos zurückgelasseuworden, hatte sich aber nachmittags auf einen blinden Lärm vom An-rücken des Feindes bis Szihalom zurückgezogen. Hier kam derselbe in Ge-fahr durch die Einwohner die zu den Waffen griffen geplündert zuwerden, und schlug bei cinbrcchender Nacht die Richtung von Poroszlö einwo derselbe in der nächsten Nähe des Feindes bivonakirte, während sichdie Truppen selbst bereits auf dem Wege nach Mezü-Tärkäny befandenwo sic nicht ohne mancherlei Irrfahrten in der stockfinstern Gegend erstnach Mitternacht eintrafen"«).
Görgei hatte, während ihm die Kaiserlichen gegenüber standen, Hu-saren-Patrouillcn nach verschiedenen Richtungen ausgcsandt, von deneneine mit einem Mann von Civalart-Uhlanen zurückkam der eine DepescheWindisch-Grätz' an Wrbna zu überbriugcn hatte. Der Inhalt derselben,den wir nicht näher erfahren**), mochte den General in seinem Vorhabendie Stellung von Poroszlö aufzngcbcn bestärken. Dembmski im Gegen-theile drang mehr als je darauf selbe zu halten. Noch am späten Abend
*) Nobili S. 327—329.Görg ci I S. 209.
Hctscrt, Geschichte Oesterreichs. I V. S.
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