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II. t3. Von KLpolna bis Poroszlö.
Truppen geradezu herabfcgeu mußte*). Jedoch nach Poroszlö zu kommen,wenn es halbwegs gut verthcidigt wurde, das eben war für die Kaiser-lichen die große Schwierigkeit. Denn auch nach Westen hin.zog sich indieser Jahreszeit versumpftcs Land das nur auf wenigen, ein bis zwei-hundert Schritt breiten Zungen eine Annäherung gestattete die unterder Wirkung der ungarischen Geschütze, welche die niedriger gelegenenDämme vollkommen bestreichen konnten, kaum zu wagen war ^).
Wrlma hatte die Absicht Zcisberg und Dietrich in die linke Flankeder Ungarn zu entsenden, den in dieser Richtung sich am weitesten aus-dehnendcn Ort anzünden und sodann die Colonnen mit Macht Vor-dringen zu lassen, wo sodann der Aufmarsch auch in der Fronte er-leichtert werden dürfte. Doch Zeisberg machte Einwendungen: „Manwird bei diesem Versuche zwei Dritttheile der Mannschaft opfern, wasbei der numerischen Schwäche der Gcsammt-Armee unverantwortlich wäre."Wrbna rief den eben in seiner Nähe erscheinenden Prinzen Alfred herzu:„Sie haben gesehen daß ich angreifcn wollte. Ich kann jedoch diese Chancenicht auf mich nehmen. Ich werde meine Generale zu einem Kriegsrathversammeln, dem Sic beiwohnen sollen um dem Feldmarschall darüberzu berichten." Die Versammlung fand statt, in welcher Zeisberg aufseiner Ansicht beharrte. „Es ist möglich", sagte er, „daß die ganze feind-liche Armee vor uns steht um uns zu erwarten. Von vorn ist die Stel-lung nicht anzugreifen; nm aber in beiden Flanken, wo man das so ver-änderliche Terrain nicht kennt, alle Trappen zu vereinigen ist cs zu spät.Man würde übrigens dem Feinde weniger Schaden zufügen als wirselbst erleiden müßten." Von allen Generalen, darunter solche die als„schneidig" bekannt waren, Wyß, Colloredo, Anton Dietrich, war nichteiner der für einen unter solchen Umständen zu unternehmenden An-griff das Wort führte; einstimmig erklärten sie die feindliche Stellungfür so stark daß, wenn man selbe auch mit Aufopferung eines halbenArmee-Corps zu gewinnen vermöchte, der Feind bereits die Theißbrückeerreicht und seine Truppen in Sicherheit gebracht haben würde. ObwohlPrinz Alfred sich hierüber die Bemerkung erlaubte: „er werde wohldem Fcldmarschall die Schwierigkeiten welche der Angriff auf die feindlicheStellung biete auseinanderzusetzcn, aber nimmer zu beweisen vermögendaß cs die ganze feindliche Armee sei die bei Poroszlö stehe und daß
*) Görgei I S. 207 f.