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II. 13. Von Käpolna bis Poroszlö.
Strecken abgeplngt, als ihn spät abends der verstnmmende Kanonen-donner belehrte daß der Kampf vor ihm ein Ende genommen; er-halte darauf seinen Marsch beschleunigen wollen, war aber auf neueWcghindcrnissc gestoßen und zuletzt in vorgerückter Stunde an den Känya-Bach gelangt der gleichfalls aus seinen Ufern getreten war und denUebergang unendlich erschwerte. Als endlich dieser nach Mitternacht be-werkstelligt war hatte Görgei den einzigen Vortheil sich mit Anlich ver-einigt zu wissen, der von seinem versuchten Ausmarsch mittlerweile nachLövä zurückgckehrt war. Görgei meinte nun, ganz gegen die vom Ober-feldherrn seinen Divisionen gegebenen Weisungen, nichts besseres thun zukönnen als sich nach Poroszlö znrückzuzichen, welchen Befehl er auchGnyon in Nögyes znsandte. Klapka befand sich gleichfalls auf demMarsche nach Poroszlö wo er 1 Uhr nach Mitternacht ankam und einBivouak bezog.
Dembinski war wnthcnd über diesen neuen Beweis von Unbot-mäßigkeit seines Unterfeldhcrrn. In der ersten Hitze warf er einen Befehlnach dem andern miss Papier. Anlich sollte Görgei den Weg verlegenund ihn in seinem Marsche nnfhalten, da Dembinski jetzt, nachdem dieStellung von Egcr-Farmos aufgegcben war, mindestens die von Lövähalten wollte. Dann entsetzte er Görgei seines Commandos und befahlihm sich augenblicklich nach Debreczin zu seiner Verantwortung zuverfügen. Dann wieder wollte er, Röpäsy solle mit seinen Truppengegen Görgei anfbrcchen, die Brücke von Poroszlö besetzen und niemand,„ob General ob Grenadier", hinüber lassen. Allein zuletzt bliebenalle diese Befehle im Pulte Dembmski's, der mit Recht besorgenmochte daß nicht blos Anlich eher Görgci als dem nnlandsmännischenOberfcldherrn gehorchen, sondern auch Röpäsy Anstand nehmen möchtedie seltsame Weisung ausznführen*).
Ebenso unzufrieden war man im kaiserlichen Haupt-Quartier mitdem Ergebnis der Affnire Vau Egcr-Farmos. Windisch-Grätz befand sichbei Schlik als vom Kampfplätze Franz Liechtenstein und Langenau inMaklär cintrafen. Der Feldmarschall hatte mit Sicherheit einen nam-haften Erfolg der eingelcitete» Verfolgung erwartet und sandte sogleichseinen ältesten Sohn an Wrbna ab, welchem derselbe den gemessenenBefehl zu übcrbringen hatte die Verfolgung energisch fortznsetzen und
*) Danzer I S. 217 f.