Reitergefecht bei Szi'halom.
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er das Anrücken des Schlik'schen Arinee-Corps abwartete. Als dieses cin-traf war der Nachmittag bereits so weit vorgerückt daß wohl nicht daranzn denken war etwas weiteres zu unternehmen. Man befand sich hierauf der letzten Haltstelle in der Richtung von Mezö-Kövesd, auf eine Ent-fernung von nahezu zwei österreichischen Meilen, dazwischen nicht einHalt- oder Anlehnungspnnkt für eine Stellung. Die beiden kaiser-lichen Armee-Corps bezogen ein Lager vor Mnklär woselbst eine kleineReserve zurückblieb, was aber nicht hinderte daß hier und da ge-plündert wurde. Von einem ordentlichen Requisitions-System war, dadie Ortsbehörden in der ganzen Gegend fast ausnahmslos geflohen, keineRede; es war kalt und neblig, der Soldat brauchte Holz das in derGegend nicht zu finden war, und da mußten denn Zäune Thore undThüren, Fensterstöcke, allerhand Einrichtungsstücke herhalten.
Das Gefecht von Szihalom, für die Ungarn verhältnismäßig vonso glänzendem Erfolge, hatte in ihrem Lager einige unangenehme Auf-tritte in seinem Gefolge, wobei wie schon so oft Görgei und Dcmbinskianeinander gericthcn. Jener wollte den Commandantcn der halben Bat-terie, welche beim ersten Erscheinen der Kaiserlichen das Weite gesuchthatte, wegen Feigheit vor ein Kriegsgericht stellen und vor der Frontseiner Truppen erschießen lassen; doch der Oberseldherr, von welchem erdie Erlaubnis dazu einholen mußte, begnügte sich damit dem Officierden Säbel zerbrechen, die Auszeichnungen herabreißen und ihn in Kettennach Debrcczin schaffen zu lassen; den Kanonieren aber drohte er, fallssie nicht bei der nächsten Affaire den Schandfleck rein wüschen, sic Mannfür Mann vor die Gcwehrlänfe zu stellen.
Blutiger lief ein anderes Zwischenspiel ab wo Görgei im erstenAugenblicke der Hitze selbst das Richternmt übte. Ei» Honved-Hanpt-mann Namens Udvarnoky, ein junger aufbrausender Mensch, aber nichtunbeliebt bei seinen Kameraden, tapfer und wegen seiner Verwegenheitbekannt, mochte in einer Restauration von Mezö-Kövesd etwas zn vielErlaner getrunken haben, als er das Schießen vernahm, hinansstürztc,einem ihm begegnenden Husaren ein paar Dncaten gab damit ihmdieser sein Pferd abtrcte, und nun in das Getümmel eilte wo er wieein Rasender in die Kaiserlichen dreinhieb. Beim Zurückrciten kam eran Kmety vorbei der ihn anhielt und zu Rede stellte wie er zu demHnsarenpferd gekommen. Udvarnoky gab etwas trotzige Antwort: erhabe das Pferd gekauft und könne bannt machen was er wolle; doch