Das große Haupt-Quartier tu Käpolna.
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volles: nicht von Menschen, sondern von dem Jnngvich des Meierhofes,das abgehäutet und ausgewcidet in die dampfenden Compagnie-Kessel undaus diesen in die Mägen der jungen Leute wunderte die sich solchen Hoch-genusses seit achtundvierzig Stunden nicht erfreut hatten.
Die Verluste der beiden Tage waren nicht gering. Das Schlik'scheCorps allein hatte zehn Officicre theils todt theils verwundet; Haupt-mann Sauer, der schwer getroffen nach Gyöngyös gebracht wurde, starbdort am 29. Auch ein Franul von Wcißenthnrn, Enkel der Schrift-stellerin, Lieutenant bei Civalart-Ilhlanen, war unter den Todtcn; erwar mit einer jungen Pragerin, der Schwägerin Sauer's verlobt, so daßvon zwei Schwestern an einem Tage die eine ihren Gatten, die andereihren Bräutigam verlor. Den Gesammtverlust an Todten Verwundetenund Vermißten berechnete man auf kaiserlicher Seite ans 16 Officierc,335 von der Mannschaft, 152 Pferde*).
Den Verlust auf ungarischer Seite finde ich nirgends in einiger-maßen verläßlicher Weise ausgezeichnet. Sagen aber läßt sich daß er un-gleich größer geworden, daß der Erfolg des Tages für sie ein weitungünstigerer gewesen sein würde, wenn den Kaiserlichen nicht ein Um-stand hindernd in den Weg getreten wäre der sich ja von allem Anfangin diesem Feldzuge empfindlich fühlbar machte: der Mangel von Dötail-Kartcn. Wäre im Haupt-Quartier des Feldmarschalls, was man.erst amfolgenden Tage durch den Augenschein erfuhr, der Lauf und die Be-schaffenheit des Laksö bekannt gewesen und Hütte mau darum die Gefahrermessen können in welcher sich die Aufstellung Dembinski's mit demRinnsal dieses Baches im Rücken am zweiten Schlachttage von Käpolnabefand, so würde man nicht versäumt haben die auf Kartätschenschußwciteleicht zu dominirende steinerne Brücke von Kerecscnd in einer Weise zufassen, daß den Truppen Pöltenberg's und Görgci's, die am späten Nach-mittag über diese Brücke ihren Rückzug ausführten, ein nicht zu berech-nendes Schicksal bevorstand.
Der verwundete Dembinski hatte sich nach Maklär bringen lassen"').Die Verletzung war nicht von Bedeutung, der Arzt verordnetc Arnica-Umschläge, was den Feldhcrrn nicht hinderte seine Anordnungen für diefolgende Nacht zu treffen, die auf den Rückzug gegen Mezo-Kövesd lan-
*') Nobili S. 314 s.