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II. 12. Der zweite Schlachttag von Käpolna.
Montcnuovo mit sciucn Reitern kam nicht weit. Die Ermüdung derPferde und die schwierige Bodeubeschaffcnhcit ließen den Marsch nur imSchritte zu. Gräben, sumpfige Stellen, Bodenschwierigkeiten, nächst Ke-recscnd waldige Strecken hinderten ihn in der eingcschlagenen Richtungweiter zu gehen, daher er etwas südostwürts abbog. Hier stieß er aufdie gegen Füzcs-Abony abrückcudcn Colonnen Aulich's, gegen die er-sinne Batterien anffahren ließ ohne daß der Feind das Feuer er-widerte; er mußte sich ausgcschosseu haben. Das that Montenuovonach zweimal und richtete große Unordnung in ihren Reihen an, dieaber zuletzt doch Füzcs-Abony erreichten, wo sie Montenuovo ahne In-fanterie nicht angrcifcu konnte. Er kehrte um und nahm iu KaälQuartier.
Der Feldmarschall schlug sein Haupt-Quartier in dem erobertenKrlpolna ans, wo sich am Abend alle Corps- und höhern Commandanteneinfandcn um Weisungen für den morgigen Tag cinzuholen. Windisch-Grätz dachte daran die Grenadier-Bataillone Schütte's unmittelbar demFeind uachrücken zu lassen, gab aber wegen ihrer zu geringen Anzahlden Gedanken wieder auf. Von den übrigen Trnppen-Abthcilungen warkeiner eine solche Aufgabe zuzumuthen. Das Armee-Corps Schlik hattevom frühen Morgen, immer von neuem kämpfend, zeitweise in erbittertemStrauße, die lange Strecke aus der Enge von Sirok bis ans die Höhengegenüber von Kerecsend znrückgelcgt. Auch die kurze Ruhe, welche dieTruppen Wrbna's vom gestrigen auf den heutigen Tag unter den Waffengenossen hatten, war kaum zu zählen; ordentlich abgekocht hatten sie seitdem 25. nicht. Es galt jetzt in erster Reihe sie die Nacht über zu frischenKräften kommen zu lassen, um am folgenden Tage entweder den Kampfvon neuem aufzunehmen oder den Feind mit Nachdruck über die Theißzurückzudrängcn. Das bunteste Bild bot in den später» Abendstunden dasDorf Küpolua, zwischen dessen rauchenden Trümmern Hunderte von Feuernbrannten, an denen sich die ausgehungerten Soldaten der Brigade Wyßihr Mahl bereiteten, zu welchem ihnen die von den Einwohnern zurück-gelassenen Vorräthc den Stoff lieferten. Trotz ihrer Ermüdung nach demstundenlangen hartnäckigen Kampfe waren sie guter Dinge und besorgtenlärmend und singend mit großer Geschicklichkeit die verschiedenen Ge-schäfte des Abbrennens der Schweine, des Kochens und Bratens u. dgl.Besonders lustig ging cs bei den Zweier-Jägern her. Die Schlacht wargeendet, aber ein Schlachten gab es noch, ein blutiges klag- und jammer-