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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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II. 12. Der zweite Schlachttag von K/cholna.

tetcn; eine starke Arrikregardc mit viel Geschütz sollte die Stellung beiKcrccsend behaupten, bis die letzten Colonncn der Hanpttrnppe hinreichen-den Vorsprung gewonnen haben würden. Görgci war damit, wie mitallem was Dembmski that, durchaus nicht einverstanden und wußte diesenGeist der Unzufriedenheit auch den Commandanten seiner Divisionen ein-zuslößcn. Er schrieb die Verluste des heutigen Tages einzig einem Zu-sammentreffen von ungünstigen Umständen zu; auch war nach seinemRaisonncmcnt ein Sieger der seinen Sieg nicht verfolgte und nicht aus-nütztc kein Sieger, und cs darum, bei derüberraschend guten Hal-tung" welche die ungarischen Truppen, gegen seine eigene frühere Mei-nung, gezeigt hatten, durchaus nicht gerechtfertigt dem Gegner vorzeitigdas Feld zu räumen. Indessen war die Sache so gut wie ausgcführtund ließ sich nichts wesentliches daran ändern"«).

Spät abends langte die Division Kmeth vor Kcrccsend ein; sic hattefür die Nacht dem Befehle.Dembmski's zufolge den Sicherheitsdienst zubesorgen. Als die Officiere vernahmen nur Görgci sei zur Stelle, Dem-bmski verwundet, vielleicht schwer, drangen sic in ihren früheren Corps-Commandanten den Oberbefehl zu übernehmen und Dembmski's, wie siemeinten, schmähliche Anordnungen rückgängig zu machen. Allein zuletztmußte Kmeth selbst einsehcn daß dies nicht mehr anging, und so rittGörgci nach Maklär um sich nach dem Oberfeldherrn umznsehen und sichzu überzeugen was cs mit dessen Verletzung für eine Bewandtnis habe.Bei dieser Gelegenheit mochte cs gewesen sein daß Dembmski ihn wegenwiederholter Durchkreuzung seiner Befehle denn auch das verspäteteEintreffen der Division Kmeth wurde allgemein auf Görgei's Rechnunggeschrieben heftig anfnhr und ihn fragte:Was würden Sie thunwenn einer ihrer Untcrbefchlshaber sich etwas ähnliches zu Schuldenkommen ließe?!"Ich würde ihn erschießen lassen", erwiderte Görgei"°).

Um dieselbe Zeit war ein Regicrungs-Cvurier ans Debreczin ein-gclangt der die Beförderung Aulich's zum General brachte. Dembmskiglaubte gerade am heutigen Tage nicht Ursache zu haben mit Anlich zu-frieden zu sein und hatte, obwohl der Vorschlag von ihm selbst aus-gegangen war, gute Lust das Decret einstweilen in Verwahrung zu be-halten; da indessen Görgei bereits dahinter gekommen war so blieb nichtsübrig als Anlich holen zu lassen und ihm das Decret einznhändigen.