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II. 12. Der zweite Schlachttag von Käpolna.
stützung gesandt hatte, hinter ihnen aufstcllt, worauf sie wieder Munitionfinden und von frischem laden...
Der Obcrfeldherr übersah von dein erhöhten Thalrande der Tarnadas weite Schlachtfeld nach der einen Seite bis gegen Ncrpclst hin, woSchlik kämpfte; die Aussicht gegen den rechten Flügel war durch dasinmittc liegende Gehölz, das am gestrigen Tage eine so große Rolle ge-spielt hatte, verdeckt. Schlik machte, so mußte der Feldmarschall voraus-setzcn, bei Verpclöt Fortschritte oder hielt doch Stand; von Schwarzen-berg herüber war eine Kanonade zu vernehmen die sich so ziemlich gleichblieb, was ans einen Stillstand des Gefechtes schließen ließ. Im Centrumvor dem Fcldmarschall breitete sich die ungarische Schlachtlinie auf demgegen das linke Ufer des Flüßchens gering abfallenden Terrain ziemlichsichtbar ans. Die entscheidende Wendung stand jetzt nur in Käpolna bevor,gegen das ungarischerseits immer neue Truppen anrückten und neue Ge-schütze in Thätigkeit gesetzt wurden. Man gewahrte deutlich einen Befehls-haber mit seinem Gefolge, ohne Zweifel Dembinski, den Kampfplatz nachverschiedenen Richtungen abreiten. Bon kaiserlicher Seite kam jetzt allesauf das Eintreffen des Obcrstlientenants Baron Schneider von Arnomit seinen Schönhalsern und dessen glückliches Eingreifen an; schlug dasfehl so hatte Windisch-Grätz nur die Brigade Schütte: 10 CompagnienGrenadiere und 1 Bataillon Fürstenwärther; konnte diese den Ort nichtzurückgewinnen so war das Centrum gesprengt und die Schlacht verlorenund dann stand es schlimm, da man keine Reserve zur Verfügung hatte!Um den Angriff Schncider's zu unterstützen sandte Windisch-Grätz eineBatterie Zwölfpfündcr und die Division Kaiscr-Chevauxlcgers, welche ervon der Brigade Parrot ans Ghöngyös mitgenommen hatte, über dieTarna nach Untcr-Debrü und befahl dem Fürsten Colloredo gegen dierechte Flanke des gegen Käpolna manoeuvrircnden Feindes vorzurückcn.
Schon erscheint Schneider mit seinen im Sturmschritt in geschlosse-nen Reihen vorrückendeu Schönhalsern an der Tarna, unbeirrt durchdie Gcschoße der Ungarn die zeitweise in ihre Masse cinschlagen; in der2. Division reißt eine Kugel zehn Mann nieder, doch augenblicklich sindsie ersetzt ohne daß der Marsch inS stocken geräth. Nacheinander passircnsie eilig, doch in vollkommener Ordnung die einzige Brücke die zur Ver-fügung steht — „eine höhere Hand ruhte schirmend auf ihnen, dennkeine Kugel schlug in den dicht gedrängten Haufen" —, drüben setzt sichSchneider an die Spitze der 1. Division mit welcher er gegen die Kirche