Heißer Kampf in Käpolna und um den Meierhof.
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zum Sturm vor, Dembinski redet das Bataillon Zauini iu deutscherSprache an, was ihnen der Artillerie-Obrist Psotta und der junge Feld-Pater Görgei's Cäsar Mednyänsky in ihre Muttersprache übersetzt; miteinem silbernen Crucifix in der Hand stellt sich dieser an die Spitze derItaliener, die in lautes Evviva ausbrechen. Das 47. Bataillon erstürmtvon der einen Seite das Wirthshaus und treibt die Kaiserlichen zurück,Zauini besetzen einige Häuser am nördlichen Ausgange und dringen gegendie in der ober» Hälfte des Ortes gelegene Kirche vor, während amentgegengesetzten Ende die Ungarn vom Meierhof aus einen Ausfall gegenihre Angreifer wagen, von denen nur noch die Jäger einigermaßen staud-halten. Schon war für sie kameradschaftliche Hilfe im Anzug! Die 2. Com-pagnie des Bataillons, Interims-Commandant Oberlieutcnant AntonPeduzzi, mit der Deckung der rechten Flanke der in Käpolna beschäftigtenTruppen betraut, hatte im raschen Vorrücken die ihm gegcnübcrstehendenfeindlichen Abtheilungcn geworfen und war bis an die jenseitige Lisiorevorgedrungen, wo er nun weiter gegen links hin ein scharfes Feuer ver-nahm und daraus schloß daß dort Unterstützung nöthig sein könnte. Dadurch die inzwischen erfolgte Vorrückung Montennovo's gegen Kompoltvon dieser Seite nichts zu befürchten war, setzte sich Peduzzi nach derRichtung des Gcschützfeuers in Marsch und führte seine Compagnie inden Ort hinein. General Wyß kam eben mit seiner Suite von der Kom-poltcr Seite gegen Käpolna zurückgeritten, als die Verwirrung unterseinen dortigen Truppen den höchsten Grad erreicht hatte. Die Cavalerie-Bntterie war im ausreißen, das Bataillon Baden im vollen Rückzugbegriffen, das sich mit einiger Mühe in Ordnung bringen und zum Rück-marsch in den Ort bewegen läßt, um dem hartbedrängten Major Dürfcldzu Hilfe zu eilen. Wyß sendet zwei Ofsicicrc ab um das Bataillon Schön-hals und von wo immer her eine Batterie zier Stelle zu schaffen, undreitet in Person davon die Ausführung dieser Befehle zu beschleunigen,seine» Ordonuanz-Ofsicier Prinz Ludwig Windisch-Grätz in Käpolna zurück-lnssend. Der bringt eine Zwölspfünder-Battcrie, die links vom Orte ab-fahrcn will, zum sichen und läßt sie gegen die immer näherrückcndcnUngarn feuern. Schon sind diese auf etwa 200 Schritte herangekommc»,man sieht sich gegenseitig das Weiße im Auge. Jetzt behaupten dieKanoniere ihr Pulver verschätzen zu haben und wollen ihren Platz ver-lassen, als sie Prinz Ludwig mit gezogenem Säbel zum aushalten zwingtund eine Abtheilung Kreß-Chcvauplcgers, die General Wyß als Unter-