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71. 12. Der yveite Schlachttag von Kapotna.
wurdv in dic Weinberge rechts und links der über die Thnlwnnd sichgegen Käpolna hinabscnkenden Straße beordert, ein Bataillon Badenin gleicher Höhe mit den Jägern verdeckt ausgestellt, Montenuovo mitder Reiterei, einer Cavalerie- und einer Rakctcn-Batteric gegen Kompoltabgesandt. Auch Colloredo ließ seine Batterien an dem steilen ThalrandTothfalu gegenüber anffahren ; da aber ansgesandte Patrouillen die Mel-dung brachten daß sowohl dieser Ort als das benachbarte Debrüunbesetzt seien, führte der Fürst seine Truppen im Eilschritt in dieNiederung hinab, übersetzte die Tarna und nahm jenseits derselbenStellung. Das gleiche geschah von Angnstinctz' Seite der, nachdemer die bei Debrü über die Tarna führende Brücke Herstellen lassen, denOrt besetzte.
Vor Käpolna waren die Geschütze welche Dembinski zur Enfilirnngder Brücke ausgestellt zum Schweigen gebracht. Um so thätigcr warendie ans den Höhen rückwärts von Käpolna postirten ungarischen Batterien,unter deren Feuer sich Major Dürfeld mit den Zweier-Jägern undHauptmann Dorningcr mit Baden-Infanterie, durch welche inzwischendie Weinberge und die Einfassung des Dorfes vom Feinde gereinigtworden, zum Sturme auf Käpolna in Bewegung setzte. Die Soldatenwaren jetzt, wo Marsch und Kampf ihre ermüdeten Glieder in neueBewegung brachten, flink und munter wie nach einem gesunden Schlafe undeiner gesunden Mahlzeit, von denen beiden sie in Wahrheit nichts ver-kostet hatten. Theils über die Brücke deren Verrammelung weggcräumtwurde, theils an seichten Stellen durch das Wasser watend, wurde dieTarna überschritten und das nördliche Ende des Dorfes in Angriff ge-nommen. Die Ungarn leisteten fast keinen Widerstand, einige Gefangenefielen in die Hände der Kaiserlichen, die zu ihrer eigenen Ucbcrraschungso leichten Kaufes Herren dieses Theilcs von Käpolna wurden. DieTruppen Märiässy's zogen sich gegen das südliche Ende des Ortes wosie einen rechts davon etwas höher gelegenen großen Meicrhof zu ihremStützpunkt erkoren, während ihre Batterien außerhalb des Ortes ihrFeuer einstelltcn und eine andere Bestimmung zu erhalten schienen. Whßführte seine Truppen ungehindert in Käpolna weiter vor, hieß Baden-Infanterie sich im Orte verbarricadiren und beorderte Dürfeld mit zweiCompagnien Jägern zum Sturm gegen den Meicrhof.
Fürst Colloredo hatte kaum den Angriff seiner Nachbar-Brigadewahrgenommcn, als er zur Unterstützung derselben zwei Batterien aus