Anmarsch Schlik'S auf Sirok.
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hcrvortrctcndcm Einflüße deö Adels, einem Zugeständnisse in seinem Sinnenicht abgeneigt. Gewiß war Hübner zu einer Einräumung in dieser Richtungnicht ermächtigt; vielleicht war cs auch nur eine halbe Zusage, eine Phrasewomit es Diplomaten nicht sehr gcnan zu nehmen pflegen, die Windisch-Grätz in seinem Ernste und seiner Wahrhaftigkeit förmlicher hinnahm alssie gemeint war. So waren cs denn nur noch zwei Cardinalpunkte, die Be-schickung des Senats ans den Landtagen und die geringere Mitglicdcrzahldes crstcren, worin eine Meinungsverschiedenheit bestand aber eine solche woauf keine Nachgiebigkeit seitens der Mehrheit des Ministeriums zu rechnenwar, trotz allem was Fürst Felix, wie er wiederholt seinem Schwager ver-sichert, hierin versucht hatte. Wenn nun aber Windisch-Grätz, darüber warender Kaiser, Fürst Schwarzenberg, alle Minister einig, unter keinen Umständenmitten in seiner Arbeit znrücktrcten konnte, widrigenfalls vier der Minister,darunter offenbar Stadion und Bach, scheiden zu mäßen sich erklärten, sohieß dies das Ministerium sprengen; so hieß dies, da der Minister-Präsidenterklärte keine andern Männer in Vorrath zu haben, eine Rcgierungskrisisbedenklichster Art herbciführcn; so hieß dies die Auflösung des Reichstages,der immer tiefer ins radicalc hincinkam, ans unbestimmte Zeit hinanö-schiebcn; so hieß dies jenen unerträglich gefährlichen Zustand andanernlassen, dessen baldigste Abkürzung von allen einsichtsvollen Patrioten aufdas sehnlichste herbcigcwünscht wurde; so hieß dies, um es in ein Wortzusammcnznfasscn, die höchsten Interessen der Monarchie aufs Spiel setzen.
Ließ sich eine so ungeheure Verantwortung übernehmen? Wie dieDinge in Wie», in Olmüz und Krcmsier standen, war ein längeres Hin-ansschicben der Octrphirnng ebenso unthnnlich als die Auflösung desReichstages unaufschiebbar: beiden diesen Forderungen konnte aber nurgenügt werden wenn man nnnahm was und wie cs vorlag. Acndernngenso tief- und durchgreifender Art, wie sic in Windisch-Grätz'schcm Sinnehätten vvrgenommcn werden mäßen, erforderten neue Wochen für dieUmgießung eines Werkes an welchem man nahezu zwei Monate arbeitete.So gab denn Windisch-Grätz den Kampf gegen die vom Ministerium beab-sichtigten Formen ans, obwohl nicht seinen Widerspruch gegen dieselben,seine Zweifel ob sic znm erwünschten Heile führen würden, und Hübner schiedum nach Wien zurückznkehrcn, wo man die Minuten zählte welche dieZustimmung des Feldmnrschnlls zu dem großen Werke bringen würden.
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