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II. 11. Der erste Schlachttag bei Käpolna.
Was war es zur selben Zeit mit Schlik? Er war am 26. gegenMittag von Gyöngyös in Poterväsär eingetroffen und hatte, ohne sicheinen Augenblick Ruhe zu gönnen, seine Truppen in Eile Brod fassenund marschfertig machen lassen. Darüber war mehr als eine Stundevergangen und es wurde die Tarna hinab gegen Sirok aufgebrochen:General Kriegern voran, mit dem 2. Bataillon Latour als Vorhut, dannDehm Fiedler Pergen. Es fing zu dunkeln an als die Vortruppen beidem Engpässe ankamen, welchen Jdzikowski mit 2 Compagnien Polen,4 Compagnien Houvsds, 1 Escadron und 4 Geschützen halten, imäußersten Falle die drei über das Flußbett führenden Brücken abbrechcnsollte. Schlik beorderte 1 Bataillon Otoöaner und 1 Bataillon Waras-diner-Krenzer, mit dem Landes-Miliz-Bataillon Paumgartten als Unter-stützung, gegen die linksseitigen von der ungarischen Infanterie besetztenHöhen; zur Aufstellung der Geschütze bot die schmale, von der einenSeite von steil abfallenden Höhen, von der andern von sumpfiger Nie-derung eingefaßte Straße nur wenig Raum. Unter dem Schutze derDämmerung drangen die Gräuzer vor, deren lautes Kriegsgeschrei zwischenden Bergen um so lauter schallte. Jdzikowski hielt nicht lange Stand,sondern zog seine Truppen, während es allmälig Nacht wurde, aus demGefechte und ließ die Flußübergänge, ohne auch nur einen Versuch zumachen sie zu zerstören, im Besitz der Kaiserlichen, die Herren deswichtigen Punktes wurden ohne einen Mann verloren zu haben Auchzog sich Jdzikowski nicht, wie ihm befohlen war, auf Verfielst zurück woKlapka und Aristides Dessewffy standen, sondern führte sic auf Umwegennach Erlau.
Schlik beorderte die Warasdiner - Kreuzer und das Landwehr-Bataillon Parma voraus bis Sz.-Maria, mit einer Division Mazzu-cchelli und den Pionieren des Corps als Unterstützung und zur Be-wachung der dazwischen liegenden Brücken. Die andern Brigaden warennoch im Anmarsch. Mehr als eine der über die Tarna führenden Holz-brücken brach unter der Last der Geschütze zusammen, so daß man fürdie nachrückendcn Abtheilungen die steile» Ufer abgraben mußte um ihnendas Uebersetzen des Bettes zu ermöglichen. So wurde es 2 Uhr nachtsehe das Gros des Corps in Sirok ankam, wo sich nun auch der Feld-herr kurze Ruhe gönnte. Er hatte fast 36 Stunden auf dem Pferde ge-sessen, ohne anderes als in Gyöngyös etwas Thee, in Päsztü ein eiligesFrühstück genommen zu haben; jetzt machte er einen Schluck aus der