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II. 11. Der erste Schlachttag bei Käpolaa.
übersehen und übergehen wollte; nur eine andere Grundlage für dieVertretung müßc gefunden werden. „Den Provinzen sollen so wichtigeRechte, soll ein so großer Antheil an der Verwaltung zugewiesen werden,daß eine gleichmäßige Vertretung des Besitzes in den Landtagen dieeinzige Gnrantie geben kann für das Vorwalten des conservativen Ele-mentes." Damit sei auch das Interesse der verschiedenen „Stände" ambesten und richtigsten gewahrt: „da der Besitz die Grundlage der Ver-tretung sein soll, so werden sich die Stände ihrem Interesse gemäßvon selbst zusammcnfinden".
Die Windisch-Grätz'schc Idee eines Scnatcs im Mittelpunkte desReiches war vom Fürsten Felix, und durch ihn vom Ministerium, vonallem Anfang ans das entschiedenste bekämpft worden und wurde cs biszum letzten Augenblicke, und zwar ans einem zweifachen Gesichtspunkte.Einmal war man gegen dessen Beschickung aus den Landtagen die manfürchtete. „Ich bin überzeugt", meinte Schwarzenberg im Geiste Bach'sund Stadion's, „daß eine solche Vertretung oder vielmehr ihre Bcstand-theile nur die Interessen ihrer rcspectiven Kronländer im Auge be-> halten und vertreten würden und daß das Interesse des Ganzen, wo es; momentan oder scheinbar mit dem einer oder einiger Provinzen in
s Widerspruch wäre, stets den kürzer» zöge." Nicht minder entschieden warE das Ministerium gegen die geringe Anzahl von Mitgliedern, die Windisch-: Grätz aus Erwägungen die wir bereits kennen als einen großen Vortheil
? ansah, worin man aber in Wien nur neue Gefahren erblickte. Die
Gründe die man dafür nnführte klangen allerdings mitunter etwassonderbar. „Die kleine Zahl der Vertreter", schrieb Fürst Felix „ist eherein Nachtheil als ein Vortheil wie die parlamentarische Geschichte allerLänder zeigt; die deutschen Regierungen z. B. Baden, Württemberg, sindan ihren 80 bis 100 Dcpntirten gescheitert, während England mit 640und Frankreich mit ebenso viel Vertretern fertig wurden; ich nenneFrankreich mit, weil die letzte Revolution mit den Kammern, wo dieRegierung stets die Majorität hatte, nichts gemein hat." Da man sichübrigens — „aus Gründen denen Du Deine Billigung nicht versagthast" — für einen Eensus „der sogar ziemlich hoch erscheint" und fürdircctc Wahlen entschieden habe, so müßten Wahlbezirke von 250.000bis 500.000 Seelen gebildet werden, wobei „auch der sozusagen mechanischeTheil des Wahlgeschäftes solchen Schwierigkeiten unterworfen wäre daßes in den meisten Fällen zu keinem Resultate führen dürfte", was nebst-