Dembinski und Görgci in Erlau.
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gewollt!"^) Als die Beiden in Verfielst aulangten, einem in der Nie-derung gelegenen Orte von wo die Straße gegen Käpolna wiederbergan steigt, war schon alles im Rückzug, einige Truppenkörper inguter Ordnnng, aber auch einzelne oder truppweise Flüchtlinge zu Fußund zu Pferd. Auch dem armen Glatz, der auf zwei Männer gestütztsich zum Verbandplätze schleppte, begegnete man. Dembinski springtans dem Wagen um das Roß eines fliehenden Husaren zu besteigen dasaber, durch das Gefecht und den Lärm scheu gemacht, nicht standhaltenwill, als der Soldat mit Dembinski's eigenem von Schweiß und Staubbedeckten Pferde eintraf. Görgei fand einen andern Husaren den er ab-sitzen ließ, und ritt nach Kaäl hinüber wo indessen das Gefecht auch schonabgebrochen war. Sekulich, der seine Stellung gegen Schwarzenberg imGanzen behauptet hatte, staud noch immer jenseits der Tarna; Görgeihieß ihn, um einem Ueberfall mit dein Fluß im Rücken vorzubeugcn,seine Truppen nach Knül ziehen wo sie nothdürftig nntergebracht undmit Lebensmitteln versehen wurden; nur Vorposten blieben am rechtenUfer zurück. Darauf ritt Görgei nach Käpolna zu Dembinski, der aufseinem Wege dahin mehrere im Rückmarsch befindliche Truppenkörperaufgehalten, in gedeckte Aufstellungen geführt, in Unordnung gebrachteHnsaren-Abtheilungen gesammelt und Front hatte machen lassen.
Doch in der Hauptsache ließ sich nichts mehr ändern noch Herstellen.Im Gegenthcil, Dembinski hieß die Batterien ihr Feuer einstellcn und dieTruppen über die Tarna zurückgehcn; Käpolna wurde von einem Bataillonbesetzt, nur einige Husaren-Postcn blieben auf dem westlichen Ufer zurBeobachtung der Kaiserlichen. Die Brücke über die Tarna ließ Dembinskiverrammeln daß nur ein einzelner Reiter sie passireu konnte, und postirtehinter sie eine Compagnie. Auch Pöltenberg war inzwischen über die Tarnazurückgegangen, von wo er Patrouillen gegen Käpolna sandte; als ihmdiese die irrige Kundschaft brachten der Ort sei von den Kaiserlichen be-setzt, gab er Dcbrö auf und marschirte gegen Kerecsend ab.
*) Bgl. Görgei's i» beißende» Humor getränkte Darstellung dieser SceneI S. 224—220 mit Dembinski's eigenem Geständnis bei Danzer I S. 17>.Helsert, Geschichte Lesterreichs. IV. s. II