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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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II. 1l. Der erste Schlachttag bei KLpolna.

Plagen in mnnterer Laune hingab. Da trat ein Erlauer Bürger ein,der sich dem Oberfeldherrn näherte und ins Ohr flüsterte daß manKanonendonner vernehme. Ungläubig über diese Meldung und wohl etwasunwillig über die drohende Störung beschied ihn Dembinski, gleichfallsmit gedämpfter Stimme: das müße eine Täuschung sein, er möge besserhorchen. Allein bald darauf stürzte ein zweiter ins Zimmer und sagte lautso daß es die ganze Tischgenosscnschaft vernahm: man höre dumpfesDröhnen der Geschütze aus der Gegend von Psterväsär. Jetzt erhob sichDembinski und trat mit den andern an ein Fenster das geöffnet wurdeund wo man nun die gebrachte Meldung bestätigt fand. Ein naher Höhe-punkt wurde bestiegen: dieselbe Wahrnehmung, nur daß es nicht dieRichtung von Psterväsär sondern jene von Käpolna war, ans welcherder dumpfe Widerhall zu kommen schien. Dembinski rief nach Wagenund Pferden, obwohl er noch immer nicht recht glauben wollte:Daskann Windisch-Grätz nicht sein! ^.rok-Szülläs liegt einen guten Tagemarschvon Käpolnn!" Ein Leiterwagen war schnell zur Stelle geschafft, indessenKorb über einen hineingezwängten Bund Stroh Dembinski und GörgciPlatz nahmen, als sich die guten Erlauer dazwischen warfen:sie würdencs auf keinen Fall dulden daß der Oberfeldherr auf einem so elendenKarren auch nur einen Schritt weiter fahre, das wäre eine Schande fürihre Stadt, für die ungarische Nation!" Darüber verrann eine Minutenach der andern, wo Dembinski bei jeden: neuen Schuß der zu vernehmenwar in die Höhe fuhr und dann mit um so größerer Schwere wiederzurückfiel, so daß sein Sitz immer tiefer wurde, während Görgei, der seineganze sarkastische Ruhe behielt und sich an der Ereiferung seines neuenVorgesetzten weidete, immer höher hinauf und beinahe über die Leiterseitehinansgedrängt wurde. Endlich kam eine anständige Kalesche angefahrenin welcher nun die beiden Generale Platz nahmen, während ein HusarDembinski's Reitpferd am Zügel nachführte.

Die Fahrt ging nach Verpelät, und je mehr man sich dem Ortenäherte desto dröhnender wurden die Kanonenschläge: es war die Zeit wosowohl die Kaiserlichen als die Ungarn aus allen Batterien feuerten undder Nahckampf gegen das Ende ging. Dembinski war in einer nicht zubändigenden Aufregung, er sprach alles mögliche durcheinander, gabbald dem Kutscher Geld damit er schneller fahre, bald zankte er ihnwieder aus daß er die Pferde nicht genug nntrcibe, wobei ihm mit-unter der Stoßseufzer entfuhr:Das ist zu früh! Das Hab' ich nicht