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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Reitergefecht beim Kompolter Walde.

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die ziemlich weite Lücke einführt, die nächst der Hauptstraße durch die

Kämpfe an den beiden Flanken der Division Csorich entstanden ist und

die nun, im Verein mit den schon früher vorhandenen Geschützen, einbetäubendes Feuer gegen die Colonnen.riassy's eröffnen. Von den imAnmarsch begriffenen Grenadieren werden zwei Compagnien gegen denlinksseitigen Wald abgeordnet, wohin Colloredo jetzt auch zwei DivisionenStephanen entsendet und eine Batterie in gestrecktem Laufe bis ans

800 Schritte von der ungarischen Aufstellung vorführt. Major BaronSnlis von Erzherzog Stephan wird durch einen Granatensplitter am

linken Auge verwundet und muß außer Gefecht gebracht werden. Haupt-mann Oppenauer sammelt die durch die Verwundung ihres Führers etwaserschütterte Division, als ihm eine Musketcnkugcl den rechten Vorderarmzerschmettert; doch hält er aus um das letzte Stück Arbeit zu Ende zubringen. Denn schon sind Pöltenberg und Märiässy nicht mehr Herrenihrer Truppen, von denen ganze Abtheilungcn die Tarna übersetzen undgegen Verfielst ausreißen oder sich unter Dach und Fach in Sicherheitbringen, wie das Bataillon Zanini das sich in Tothfaln so heimisch ein-richtete daß man den ganzen Ort durchreiten kannte ohne einen Mannzu Gesicht zu bekommen. Märiassy schäumte vor Wuth über die schlimmeWendung welche die Dinge nahmen. Als der Artillerie-Hauptmanu Glatz,ein erfahrener und tüchtiger Officier, welchem er eine Aufstellung seinerBatterie befahl, dagegen Einwendungen machte weil er nach der Lagedes Gefechtes einen andern Platz für geeigneter hielt, ritt Märiässy auf ihnzu und versetzte ihm ein paar Säbelhiebe über den Kopf daß der Haupt-mann blutend aus dem Gefecht gebracht werden mußte; er würde ihnvom Flecke weg haben erschießen lassen wenn die Artilleristen die an ihremOfficier hingen sich nicht widcrsetzt hätten*). Auch bei Pöltenbcrg warman am Ende aller Mühen des Tages angelnngt. Das Vscser Holzbefand sich schon ganz im Besitz der Kaiserlichen und ebenso der Kom-polter Zwischenwald welchen Schwarzenberg durch seine Warnsdiner-Kreuzer mit gefälltem Bajonnet säubern lassen.

Se. Excellenz Feldmarschall-Licutenant Dembiuski saß mit seinenOfficieren, auch Görgei und Bayer darunter, in Erlau an wohlbcsetztcrPrälaten-Tafel, deren Genüßen er sich nach des Vormittags Aerger und

y Danzer I S. 174176, 181.