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II. II. Der erste Schlachttaq bei KLpoluci.
bewegte Schauspiel eines Reiterkampfes, dessen einzelne Momente sich znGunsten jetzt des einen jetzt des andern Theiles entwickelten und dessenschließlichen Ansgang die beiderseitigen Fußtrnppen und bald auch dieArtillerie unthätig aber mit pochendem Herzen abwarten mußten. EineEscadron Uhlanen galoppirt gegen die Husaren an und wird geworfen;die zweite Escadron vom Major Basclli persönlich angeführt kommtherbei, wirft in einer brillanten Attaque die ungarische Reiterei und sprengtein hinter dieser aufmarschirtes Infanterie-Bataillon, als neue Escadronen,von Märiässy in Person geführt, im Trabe zur Unterstützung anreiten.Die geworfenen Husaren sammeln sich von neuem, abermaliges Gewirremit den Uhlanen, so daß die Cavalerie-Geschütze in den von Feind undFreund kämpfend durchmischten Knäuel nicht schießen können. Mehr undmehr kommen die kaiserlichen Reiter ins Gedränge, näher und näherrücken die Escadronen Müriüssy's an die Aufstellung Wyß' heran. Datritt eine plötzliche Wendung ein. Vom linken Flügel der Kaiserlichenkommen, vom zweiten Obristcn Grafen Montenuovo auf einem prächtigenGoldfuchs geführt, drei Züge Cheveauxlegers herangeritten, in leichtemTrab fest geschlossen und in gerader Richtung, als ob sie eine Evolutionauf dem Exercirplatze auszuführen hätten. Wie ein Keil dringt dieHeldenschaar in den wirren Knäuel wo sich Freund und Feind unter-einander schlagen, degagirt die Uhlanen von denen Lieutenant Franul vonWcißenthurn und 7 Mann todt, 35 verwundet sind und jagt die Hu-saren in die Flucht. Schon sind auch die kaiserlichen Raketen-Geschütze zurStelle. Ohne einen Befehl abzuwarten, von einer Abtheilung Zweier-Jägerunterstützt, führt Oberfeucrwerkcr Neubauer, ein blutjunger Mensch, seineRakcten-Würste weit vorwärts, wo er in aller Eile, aber auch, ohne sich durchdie Nähe des Gefechtes beirren zu lassen, mit aller Umsicht und Ruhe dieStative in Stand setzt, deren trefflich angelegte Geschoße jetzt in die Hausender mit verhängten Zügeln über das Blachfeld davon jagenden feindlichenReiter, aber auch in die Blassen der ungarischen Infanterie einschlagen.Die Wirkung ist furchtbar, die erste Rakete Neubaucr's kommt geflogen,eine zweite, eine dritte folgen nach; die ganze Husarcn-Masse gcräth ineinen wirren Durcheinand von stürzenden oder sich bäumenden oder scheuausreißenden Pferden, eine Anzahl vou mehr als 50 Reitern bleibt todt oderverwundet auf der Wahlstatt, die andern wenden sich zu rascher Flucht.
Es ist iu der vierten Nachmittagstunde als General Schütte mitseinen Grenadieren und frischen Batterien eintrifft, die Graf Wrbna in